Ein weiterer wichtiger Schritt ist gemacht: Der neue Wohnbaukomplex in der Breslauer Straße 20 ist mit dem Richtfest im Rohbau weitgehend abgeschlossen, im Herbst 2020 starteten die Arbeiten. In seinem Richtspruch äußerte der Polier des Bauunternehmens Schirmer Tobias Thiele, den Wunsch, die Bewohner sollten jahrein, jahraus in diesem Haus glücklich sein. Er dankte er Bauherren, Planern und Handwerkern für ihren Einsatz und zerschmetterte das leere Glas in einem vorbereiteten Baucontainer.

Die Geschäftsführerin der Kitzinger Baugesellschaft Rebecca Hick sprach den Richtfestbrauch an, bei dem der Bauherr den letzten Nagel in den Dachstuhl einschlägt. Diese Tradition scheitere aber daran, dass es keine Dachsparren gibt. 30 Tonnen Stahl, 7500 Tonnen Beton, angeliefert mit 500 Lastwagen sowie 3450 Tonnen Mauerwerk wurden seit Baubeschluss von Stadtrat und Aufsichtsrat 2015 und Spatenstich 2020 verarbeitet, um 59 Familien eine neue Heimat auf 4343 Quadratmetern Wohnfläche zu bieten. Bislang habe sich die im Bauwesen derzeit weit verbreitete Materialknappheit durch rechtzeitige Vorbestellung nicht negativ auf das Projekt ausgewirkt.

Hick dankte der Regierung von Unterfranken, die den Förderantrag für 59 öffentlich geförderte Wohnungen mit positivem Ergebnis bearbeitete. Das Bauvorhaben wurde vom Architekturbüro Roth und Partner geplant und wird von Bauleiter Peter Geiling umgesetzt.

Ende 2022 sollen die neuen Bewohner einziehen

Oberbürgermeister Stefan Güntner dankte allen Beteiligten für ein überaus wichtiges Objekt. Wichtig, da es zum Abdecken von bezahlbarem Wohnraum in Kitzingen ein wesentliches Segment darstelle. Er erinnerte an die im Vorfeld geführten Debatten im Stadtrat, als es um die Modalitäten des Bauvorhabens und seine Umsetzung ging. Sein Dank galt daher auch dem Einsatz seines Amtsvorgängers Siegfried Müller. Der OB kündigte an, zur Einweihung auch die Nachbarschaft einzuladen. Ihnen dankte Güntner zudem für das Verständnis, das sie bei Baulärm und hohem Bauverkehrsaufkommen gezeigt haben.

Meist sind um 22 Mitarbeiter auf der Großbaustelle eingesetzt. Mit dem Abschluss der Roharbeiten folgt nun der Einbau der Fenster, die Dacharbeiten sowie im Innenbereich der Einbau von Heizung, Lüftung und sanitärer Einrichtungen. Elektroarbeiten wurden im Mauerwerk bereits umfassend vorbereitet. Wenn Trockenbau- und Verputzarbeiten abgeschlossen sind, der Estrich eingebaut ist und alles läuft, wie geplant, können die neuen Bewohner Ende 2022 anziehen.