Architekt Walter Böhm erläuterte in der Ratssitzung die Substanz des Gebäudes Marktplatz 1, das zum Haus der Dorfkultur werden soll. Böhm hob hervor, dass das unter Putz verschwundene Fachwerk bei der Sanierung wieder hergestellt wird. Ein Knackpunkt der Sanierung ist das Kellergeschoss, das in dem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert statisch Defizite aufweist.

Im Erdgeschoss soll eine Versammlungsmöglichkeit geschaffen werden, und im Obergeschoss wird Lagerraum entstehen. "Wir werden relativ starke Eingriffe vornehmen müssen", sagte Walter Böhm, denn die Bausubstanz sei weniger belastbar, als es von der Außenansicht her erscheint. Die Baustelleneinrichtung mit Kran und Gerüst samt Containern und Bauwagen werde für Behinderungen sorgen. In den kommenden Wochen laufen die Ausschreibungen an, und im September sollen die Bauarbeiten nach der Kirchweih starten.

Bis zum Winter sollen die Rohbauarbeiten weitgehend erledigt sein und im April soll das Gerüst entfernt werden. "Zur Kirchweih 2022 möchten wir das Projekt Marktplatz 1 dann einweihen", so der Architekt. Das Projekt ist mit 538 000 Euro veranschlagt und wird mittels einer beschränkten Ausschreibung abgewickelt. Die erste Vergabesitzung soll laut Bürgermeister Herbert Volkamer im Mai erfolgen.

Gewerbegebiet umwidmen

Das Landratsamt schlug der Gemeinde vor, eine siebte Änderung des Bebauungsplans Point vorzunehmen, um die tatsächliche Wohnnutzung seit Jahrzehnten zu legalisieren. In diesem Zug soll das Gewerbegebiet zum Dorfgebiet umgewidmet werden. Das hätte den Vorteil, ehemals gewerblich genutzte Flächen später Bauland für Wohnbebauung werden kann. Nikolaus Knauf verwahrte sich dagegen, das Gewerbegebiet zum Dorfgebiet zu machen, denn das wäre für ihn eine Verschlechterung. Deswegen fasste das Gremium keinen Beschluss und beließ den Status Quo mit nicht genehmigter Wohnraumnutzung in dem Gewerbegebiet.

Herbert Volkamer kündigte an, dass er ab kommender Woche wieder Amtsstunden halte. Auch die Bücherei wird dann wieder geöffnet sein. Anja Buchfelner informierte, dass das Team des Jugendraums in den Startlöchern stehe.

Die Ratsrunde erließ per Beschluss eine neue Verordnung zur Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und Sicherung der Gehwege im Winter.

Der Bürgermeister schilderte den Baufortgang bei der Sanierung der Tartanbahn am Sportplatz. Der Bauhof habe den Asphalt ausgebaut, und auf dem neuen Untergrund wird eine sechs Zentimeter starke Asphaltschicht und eine Tartanschicht mit einem Zentimeter aufgebracht.

Radwegverbindung

Eine Radwegverbindung zwischen Markt Einersheim und Markt Bibart soll auf der Südseite der Bundesstraße 8 geschaffen werden, und der Radweg wird im Bereich Waldhof die B8 kreuzen. Am östlichen Dorfrand soll der Radweg an der Firma Stahl vorbei in den Ort führen. "Entscheiden wird das Staatliche Bauamt", erklärte der Bürgermeister, die Gemeinde können nur Wünsche äußern. Die Ratsrunde sprach sich für die Variante aus, wie sie auch die beteiligte Stadt Iphofen bevorzugt. Bislang sei es nur eine Vorplanung, der Termin der Realisierung stehe noch in den Sternen.

Der Baubeginn für die Querungshilfe der Kreisstraße 1 soll im Frühjahr 2021 erfolgen. Dazu müssen der Landkreis und die Gemeinde ihre Planungen machen und dann zusammenführen für den Förderantrag an die Regierung von Unterfranken.

Die Kanalbefahrung durch die Firma Barthel kostete 20 700 Euro, das Tiefbautechnische Büro Glückert wird die Ergebnisse bis zum Sommer aufbereiten.

Die Ratsrunde gewährt dem Diakonieverein Markt Einersheim auch heuer einen Zuschuss von 50 Cent pro Einwohner für die Ambulante Krankenpflege von 115 Patienten.