Seit 28 Jahren unterstützt die Rumänienhilfe Karl aus Dettelbach bedürftige Menschen in Rumänien. Die Weihnachtspaketaktion startete im Jahr 2001. Die 18. Auflage im vergangenen Jahr brachte ein Rekordergebnis.

In der Vorweihnachtszeit hatte die Rumänienhilfe Karl aus Dettelbach die Menschen in Mainfranken zum 18. Mal zur Unterstützung ihrer Sonderaktion „Weihnachtspakete für Rumänien“ aufgerufen. „Das Echo war phänomenal“, sagt Elmar Karl, Kopf und Motor der privaten Hilfsorganisation. Aus bescheidenen Anfängen mit zunächst mehreren Hundert Geschenkpaketen wuchsen in den vergangenen Jahren Berge von jeweils etwa 20 000 Paketen. „2018 konnten wir dank der Hilfs- und Spendenbereitschaft der Bevölkerung noch einmal kräftig zulegen“, so Karl, „ich schätze, dass wir um die zehn Prozent mehr an Weihnachtspaketen entgegen nehmen konnten im Vergleich zum Vorjahr.“ Das würde bedeuten, dass circa 22 000 Pakete auf die Reise nach Rumänien gingen. Die Helfer stellten nicht nur eine zahlenmäßige Steigerung, sondern auch eine deutliche Gewichtszunahme fest. Daraus könne man ablesen, dass der Inhalt der Päckchen immer höherwertiger wird und insbesondere der Anteil an Lebensmitteln zunimmt. Ab Mitte November rollen die ersten Geschenklieferungen bei den Helfern an. Der Anteil der Weihnachtspakete an der Lkw-Ladung steigt auf Weihnachten hin stetig an. Der letzte Laster des Jahres, es war der insgesamt 834. seit Beginn, war fast ausschließlich mit festlich verpackten Weihnachtspaketen beladen.

Besonders eifrig beteiligen sich Schulen und Kindergärten an der Weihnachtsaktion. Aber auch Firmen, Institutionen und viele Privatpersonen liefern Pakete an der Sammelstelle in Dettelbach ab. Spitzenreiter war wie in den vergangenen Jahren immer die Realschule Dettelbach, die allein mehr als 400 Pakete schnürte. Private Spender bringen ein, fünf oder auch zehn Pakete. Eine Familie aus Volkach packt seit Jahren so viele Geschenke zusammen, dass ihr Kombi bis unters Dach beladen ist. Das Einzugsgebiet erstreckt sich von Poppenhausen bis Martinsheim, von Höchberg bis Ebrach, von Kirchheim bis Röthlein, von Prichsenstadt bis Schraudenbach.

Die Laster steuern in Rumänien die Lager der Caritas in Satu Mare, Gheorgheni und Sfantu Gheorghe an. Von dort erfolgt die Verteilung auf die angeschlossenen Pfarreien und Einrichtungen. Bei Weihnachtsfeiern in Schulen, Kindergärten, Senioren- und Kinderheimen dürfen die Bedürftigen ihre Geschenke entgegen nehmen. Caritas- und Pfarreimitarbeiter bringen die Pakete auch zu den armen Familien auf dem Land bis in die entlegensten Dörfer. Da zieht Freude in die oftmals armseligen Behausungen ein. Auch die Pfarrei von Pfarrer Arpad Kiraly in Arad und die Caritas in Ciacova bei Temesvar bekommen ihren Anteil ab. Ioan-Laureniu Roman, der Caritasdirektor der Diözese Satu Mare schreibt: „Leider ist die Weihnachtszeit für viele Menschen und Familien in Rumänien eine schwere Zeit. Viele Menschen, die unterhalb des Existenzminimums in großer Armut leben, können sich trotz der Feiertage außer den Grundnahrungsmitteln kaum etwas anderes leisten."

Alle Beteiligten gehen davon aus, dass es auch 2019 wieder eine Weihnachtspaketaktion geben wird.