Regierungspräsident Paul Beinhofer eröffnete anlässlich seiner diesjährigen Landkreisbereisung im Beisein von Landrätin Tamara Bischof und zahlreichen Ehrengästen offiziell den Waldumbauweg-Wiesentheid. Dieser ist durch das Zusammenwirken des Marktes Wiesentheid mit dem Regionalmanagement des Landkreises und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen im Zuge eines Leader-Projekts entstanden, heißt es in einer Pressemitteilung. Ab sofort können sich Waldbesitzer, Schulklassen und interessierte Bürger auf einem rund einen Kilometer langen und mit zehn Tafeln beschilderten Rundweg über die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels sowie über die eingeleiteten Waldumbaumaßnahmen informieren.

Schon heute zählt der Landkreis Kitzingen zu den wärmsten und trockensten Regionen Bayerns. Er ist daher vom Klimawandel besonders betroffen. Dieser macht auch vor den heimischen Wäldern nicht halt. Diese sind im Steigerwaldvorland vor allem durch die Kiefer geprägt. Die Kiefer kommt als Baumart, die ihre Heimat ursprünglich in den borealen Nadelwäldern hat, mit den stark steigenden Temperaturen nicht mehr zurecht, kränkelt und stirbt vermehrt ab. Deshalb müssen solche Bestände vorbeugend in gemischte, vielschichtige, laubholzgeprägte Wälder umgestaltet werden. Diesen Prozess bezeichnen Förster und Waldbesitzer als Waldumbau. Dabei werden die kiefernreichen Altbestände allmählich durch trockenheitsresistente Baumarten wie Stiel- und Traubeneiche, Hainbuche, Winterlinde, Vogelkirsche, Feldahorn, Elsbeere, Speierling oder Walnuss ersetzt. Als nicht heimische Baumarten kommen auch die amerikanische Roteiche, die Esskastanie oder die Baumhasel in Frage.

Der Markt Wiesentheid ist beim Waldumbau in den zurückliegenden zehn Jahren vorbildlich vorangegangen. Dabei ist im Feuerbacher-Wald auf einer Fläche von über 30 Hektar ein Waldumbauschwerpunkt mit beispielhaften Waldbildern entstanden. Die Informationstafeln erläutern die grundsätzlichen Zusammenhänge, zeigen erfolgversprechendes waldbauliches Handeln auf und verweisen auf unterstützende Beratungs- und Förderprogramme des Freistaates Bayern sowie der forstlichen Selbsthilfeorganisationen. Gerne führen Sie die Förster des AELF Kitzingen auf dem Waldumbauweg Wiesentheid. Terminvereinbarung unter (09321) 30090.