Bevor es richtig losging mit der Sitzung des Wiesentheider Gemeinderats, musste das Gremium erst einmal über einige Anträge beraten. So hatte Ratsmitglied Andreas Laudenbach beantragt, dass Themen aus dem nichtöffentlichen Teil bereits vorher in der öffentlichen Sitzung besprochen werden.

Beispiele: Mehrkosten für die Elektro-Installation in der Steigerwaldhalle: nichtöffentlich, genauso wie die folgenden Punkte: gemeinsame Anschaffungen des Bauhofs Wiesentheid mit den Bauhöfen der Verwaltungsgemeinschaft, Antrag des Gymnasiums wegen Zuschuss für tschechische Gastschüler oder Information zum Templerhaus bezüglich eines gemeindlichen Zuschusses. All diese Punkte blieben letztlich im nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Teil der Beratung.

Bei jedem dieser Punkte durften die Räte einzeln abstimmen, wie sie ihn behandeln möchten, was bei manchem nicht so gut ankam. „Wir verkomplizieren alles“, monierte Erwin Jäger. Zudem störte ihn, dass viele der Ratskollegen noch nicht zum Start der Sitzung anwesend waren. Erst um 19.30 Uhr erschien der Großteil. „Wir haben 15 Minuten verschwendet“, ärgerte sich Jäger. Später legten die Räte fest, dass Sitzungsbeginn künftig um 19.15 Uhr ist. Liegen keine Fragen aus den Reihen der Bürger vor, steige man eben sofort in die Tagesordnung ein.

Die lange Dauer der Sitzungen prangerte Peter Fechner an. Bisweilen komme man nach den Sitzungen erst um ein Uhr nach Hause. „Das kann nicht sein.“ Er schlug vor, dass die Beratungen künftig um 23.30 Uhr zu Ende sein sollten, schließlich müssten die meisten am nächsten Morgen wieder zur Arbeit. Sollten um 23.30 Uhr noch Punkte anliegen, müsse man diese eben verschieben. Das werde man beobachten, hieß es im Rat. 20 Minuten dauerte übrigens diesmal die Debatte über öffentlich oder nichtöffentlich, sowie die Dauer der Sitzungen.