Im Mittelpunkt der Sitzung des Gemeinderats in der Gartenlandhalle Albertshofen stand die Teilnahme der Gemeinde an der bayerischen Gigabitrichtlinie.

Die Richtlinie bietet eine Förderung des Breitbandausbaus mit Glasfaseranschlüssen für private und gewerbliche Nutzer. Bei interkommunaler Zusammenarbeit kommen zu einem Fördervertrag von 6000 Euro je Adresse weitere 1000 Euro hinzu. Der maximale Förderbetrag liegt bei acht Millionen Euro bei einer Förderquote von 90 Prozent.

Dazu gibt es für die Gemeinde ein Startgeld von 5000 Euro, das für Beratungsgespräche genutzt werden kann. Die Ratsrunde beschloss die Teilnahme am Förderprogramm und einigte sich zudem auf eine interkommunale Zusammenarbeit mit Biebelried, Buchbrunn, Mainstockheim und Sulzfeld sowie Dettelbach und Schwarzach.

Albertshofen bietet derzeit 41 förderfähige Adressen in zwei getrennten Bereichen an, alle Gemeinden zusammen 1326. Dadurch wird nicht nur die kostengünstige Beauftragung eines einzigen Planungsbüros möglich, es könnte bei erfolgreicher Ausschreibung auch ein einzelnes Unternehmen für alle Kommunen zum Zug kommen.

Ein Auswahlgebiet liegt am Rothberg und reicht von der Geißspitze bis zum Mainstockheimer Weg. Ein weiteres Auswahlgebiet wurde vom mit der Planung beauftragten Büro FörstConsult vom Lohweg über den Ahornweg bis zur Umgehungsstraße reichend festgelegt.

Aus der Debatte ergab sich, dass Bürgermeister Horst Reuther versuchen wird, einige nicht einbezogene Wohn- und Betriebsstandorte wie am Grundackerweg und weitere an der Gemarkungsgrenze an der Geißspitze noch einbeziehen zu lassen. Voraussetzung ist, dass sich die Veränderung nicht förderschädlich auswirkt.

Weitere Themen am Ratstisch waren:

Der evangelisch-lutherische Kindergarten St. Nikolaus bekam nach der Erweiterung um 25 neue Kindergartenplätze für Kinder ab drei Jahren die Betriebserlaubnis für das Haus für Kinder. Die Einrichtung verfügt nun über 75 Kindergartenplätze, 28 Krippenplätze und 75 Hortplätze.

Das Bankett am Anglersteg wurde wie in der vorausgegangenen Sitzung zugesagt ausgebessert.

Die Gemeinde unterstützt, wie vom Kreisjugendring (KJR) angeregt, eine Jugendbriefwahl zur Bundestagswahl. Teilnehmen können 80 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die Auszählung übernimmt der KJR.

Aus den Reihen der Bürger kam die Anfrage nach dem weiteren Vorgehen am Rathaus. Dort war eine Ulme gefällt und ein angrenzendes Anwesen erworben worden. Bürgermeister Reuther denkt nun an eine punktuelle Dorferneuerung zur Umgestaltung des Rathausplatzes. Damit könne sich auch die Möglichkeit privater Förderungen im Umfeld ergeben. Das Vorhaben sei allerdings noch nicht spruchreif, betonte Reuther.