Als gar nicht so einfach stellt sich die angedachte Erweiterung des Wiesentheider Rathauses heraus. Dazu will die Gemeinde ein direkt angrenzendes Haus umbauen und angliedern, das sie im Vorjahr erworben hat. In der Ratssitzung stellte der beauftragte Planer Thomas Buchholz Möglichkeiten vor, wie beide Gebäude zusammenzuführen wären. Dies sei nicht gerade leicht zu verwirklichen, wie sich heraus stellte. „Wir haben ein Nebengebäude gekauft, um ein Rathaus der kurzen Wege zu schaffen. Jetzt haben wir vier Gebäude mit unterschiedlichen Höhen“, beschrieb Bürgermeister Klaus Köhler die Situation.

In der Sitzung wies Verwaltungsleiter Christian Sturm auf die Situation hin. Das Rathaus solle „zukunftsfähig werden, damit wir uns weiter entwickeln können“. Insgesamt seien im Haus sieben Ämter unter einem Dach. Bereits jetzt habe die Verwaltung fünf Büros zu wenig.

In Zukunft müsse man weitere Räume, wie etwa für die VG-Bürgermeister oder als Pausenräume für das Personal, zur Verfügung stellen, die es bislang nicht gibt. Zusätzlich sollen mit dem Umbau und der Neuanordnung der Räume die verschiedenen Bereiche wie Bauamt, Finanzen oder Hauptverwaltung ihre Büros direkt nebeneinander haben. Das sei aus vielerlei Hinsicht praktischer.

Zum einen gelte es, das bestehende Gebäude mit dem Nachbarhaus zu verbinden. Außerdem müsse man, so Planer Buchholz, im ersten Stock einen Meter Unterschied vom Gang zum Sitzungssaal und den Büros des Bürgermeisters überwinden. Dazu schlug er eine Rampe vor.

Rampe gebaut

Zum Rouillacsaal auf gleicher Ebene wurde eine solche bereits eingebaut, um die 25 Zentimeter zu überwinden.  Von diesem Raum aus wird dann das neue Gebäude angebunden. Um das zu realisieren, wird ein Teil zum Rathaus hin, der wie ein Türmchen aussieht, abgerissen.

Auf der Südseite hatte der Architekt einen Flur eingezeichnet, der schräg verlaufen und in Glasbauweise entstehen könnte. Mit einigen Dingen mochten sich manche Räte in der wieder einmal leidenschaftlichen Diskussion nicht anfreunden. Glas und Schräge sowie der vorgesehene Knick im Gang wurden moniert. Bürgermeister Köhler gab zu bedenken, dass es sich um den Hinterhof zum Rathaus handle. Man solle sich nicht zu sehr in die Ästhetik versteifen.

Zudem war man sich nicht einig, wo der geplante Aufzug seinen Platz haben solle. Weitere Einzelheiten und Vorschläge wurden angesprochen. Um weiter zu kommen und die Pläne ans Landratsamt zu bringen, erteilte der Gemeinderat seine Zustimmung zum Bauvorhaben. Planer Buchholz wurde gebeten, manches Detail zu prüfen. In einer der nächsten Sitzungen wird sich das Gremium dann wieder damit beschäftigen.