Obwohl er von Fußgängern schon rege genutzt wird, wurde dem neuen Radweg zwischen Frickenhausen und Segnitz am Montag jetzt auch die Ehre einer offiziellen Eröffnung zuteil. Bei nicht gerade einladendem nasskalten Winterwetter waren Vertreter der beteiligten Behörden sowie der Baufirma und Landtagsabgeordneter Manfred Ländner erschienen, um das blauweiße Band durchzuschneiden.

Ende Oktober war mit dem Bau des 2,3 Kilometer langen und drei Meter breiten Geh- und Radweges begonnen worden. Er schließt nun eine Lücke im Radwegenetz entlang des Mains. Derzeit laufen schon die Planungen für die Weiterführung des Weges nach Ochsenfurt, sagte Baudirektor Michael Fuchs vom Staatlichen Bauamt in Würzburg bei der Eröffnung. Wenn Ende 2016 mit dem Bau der Neuen Mainbrücke in Ochsenfurt begonnen werde, solle auch das Radwegstück mit in Angriff genommen werden. 2018 sollen beide Vorhaben beendet sein und der neue Radweg eine Verbindung zum Mainradweg herstellen.

Auch in die andere Richtung, auf Sulzfeld zu, soll der Weg weitergeführt werden. Denn auch dort fühlen sich die Radler auf dem schmalen kurvigen Sträßlein, das sie sich bislang noch mit den Autos teilen müssen, nicht recht wohl. Damit könne aber wohl nicht vor 2018 begonnen werden, sagte Fuchs. Frickenhausens Bürgermeister Rainer Laudenbach freute sich, dass nun am östlichen Ortsausgang „die Welt nicht mehr zu Ende“ ist. Sein hoffnungsfroher Hinweis auf einen Hochwasserschutz, der sich mit dem Radwegebau doch sicher glänzend verbinden lasse, zauberte ein eher säuerliches Lächeln auf das Gesicht von Manfred Ländner.

Obwohl der Landtagsabgeordnete dem Bürgermeister hier nur wenig Hoffnung machen konnte, so freute er sich doch umso mehr über die gute Zusammenarbeit zwischen dem Staatlichen Bauamt und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, die von den insgesamt 450 000 Euro Baukosten für das Radwegstück 40 000 Euro übernommen hatte. Den stolzen Restbetrag hatte der Freistaat Bayern beigesteuert.

Wie das Staatliche Bauamt mitteilt, übernimmt die Gemeinde Frickenhausen die Bau- und Unterhaltslast für den Radwegeabschnitt.