Über 70 Stille Gesellschafter kamen kürzlich in die Buchbrunner Sporthalle zur ersten Jahresversammlung des Dorfladens KummRei. Dabei erklärte Bürgermeister Hermann Queck laut Pressemitteilung des Gastgebers, dass der Laden schon im ersten Jahr seines Bestehens als Erfolgsmodell bezeichnet werden kann, aus Buchbrunn nicht mehr wegzudenken sei.

Grundlage dafür sei das große Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer, das sich beim Bau des Dorfladens und jetzt im ersten Geschäftsjahr gezeigt habe. Queck gab bekannt, dass Bau und Einrichtung des Dorfladens 397 500 Euro gekostet haben. Nach Abzug von Fördermitteln (86 000 Euro) und Steuerrückvergütung (53 745 Euro) beträgt der Anteil der Gemeinde 258 500 Euro; dabei sind die Eigenleistungen der Bürgerschaft (50 000 bis 60 000 Euro) nicht eingerechnet.

Bürgermeister Queck lobte das Engagement der Geschäftsführer Ulla Weber und Günther Schmidt, dankte dem Personal (Leitung: Klaus Sattes) für den Einsatz im KummRei von sechs Uhr morgens bis weit in den Abend und strich die Hilfe der „Ehrenamtlichen“ heraus. Der Erfolg könne aber nur erhalten bleiben, wenn die Bevölkerung den Laden noch mehr nutzt. Dem schloss sich Gesellschaftsratsvorsitzender Volker Esch an und rief zu intensiver Mund-zu-Mund-Propaganda auf.

Laut Geschäftsführer Günther Schmidt betrug der Fehlbetrag von Mai bis Jahresende 2014 genau 2 386 Euro, zudem wurde aus den Einlagen ein Darlehen von 22 069 Euro vor allem für den Ersteinkauf in Anspruch genommen. Kalkuliert hatte man mit einem Minus von 14 000 Euro. Falls sich der Umsatz weiter so gut entwickelt wie bis jetzt in 2015 sei sogar ein positives Ergebnis denkbar.

Derzeit arbeiten im KummRei eine Vollzeitkraft, ein Lehrling und zwei Teilzeitkräfte, unterstützt von ehrenamtlichen Helfern; für den Pausenverkauf in der Mittelschule wäre eine weitere ehrenamtliche Kraft nötig. Während es im Laden anfangs 750 Artikel gab, sind es inzwischen 1500.

Geschäftsführer Schmidt hofft, dass noch mehr Kunden kommen, Dienste wie Geschenkgutscheine und Plattenservice intensiv genutzt werden und das Einkaufvolumen insgesamt steigt: Zielvorstellung sei eine „schwarze Null“. Der Dorfladen ist inzwischen auch im Internet zu finden unter www.kummrei.de.