Puppen üben eine besondere Faszination aus und das nicht nur auf kleine Mädchen. Über 100 handgefertigte Puppen von Helga Kleinhanß waren im Seinsheimer Rathaus während des Weihnachtsmarktes ausgestellt und sie brauchte sich wegen mangelndes Interesse nicht zu sorgen.

Man wartete eigentlich nur darauf, dass sich die Puppen bewegten oder das Reden anfingen, so lebensecht hat Helga Kleinhanß, Ärztin und Pfarrfrau im Ruhestand aus Michelbach/Lücke, ihre Puppen gefertigt und gestaltet.

Über die Familie Fischer aus Seinsheim kam die Ausstellung zu Stande. Der Mann der Puppenmacherin und -doktorin, Dieter Kleinhanß, ist in Seinsheim kein Unbekannter, schrieb er doch schon viele Stücke für Theateraufführungen.

Die zahlreichen Besucher der Ausstellung konnten nicht nur eine Puppensprechstunde bei Helga Kleinhanß besuchen, sondern ihr auch beim Gießen von Köpfen zuschauen. Die Rohformen werden später gebrannt, getönt und bemalt. Manche Köpfe hat sie auch selbst modelliert. Alle Accessoires für ihre Puppen fertigt sie selbst an. Die Kleidung ist bis zur Unterwäsche komplett. Und sie beweist Liebe zum Detail: In den Puppenstuben zum Beispiel sind Schmuck- oder Nähkästchen ebenso gefüllt wie die Schubladen.

Zu bestaunen gab es im Rathaus Puppen und Puppendioramen, darunter eine Hohenloher Stube, ein herrschaftliches Puppenhaus, eine Rokoko-Stube, eine alte Schule, französische Königinnen, Trachtenpuppen, Babypuppen oder einen Weihnachtsmarkt mit sechs Ständen und ein Edelsteinhaus.