Nicht ganz so, wie man sich eine gelungene Hochzeitsfeier vorstellt, endete eine Veranstaltung im Mai 2019 in der Kitzinger Siedlung. Da kam es kurz nach Mitternacht zu einer Rangelei, während dieser ein Mann leicht verletzt wurde. Der Versuch, einen 27-Jährigen dafür verantwortlich zu machen, scheiterte vor dem Kitzinger Amtsgericht. Dieses hat ein Verfahren wegen Körperverletzung ohne Auflagen eingestellt.

Es dauerte nicht lange, bis klar war, dass der Vorwurf in der Anklage so nicht zu halten war. Danach soll es bei einer Rangelei zu einem gezielten Schlag in das Gesicht des Hochzeitsfotografen und zu einer Verletzung an der Oberlippe gekommen sein. Zugeschlagen haben soll der 27-Jährige auf der Anklagebank. Basis der Anklage war die Aussage des Opfers. Der Mann verzichtete aber auf einen Auftritt vor Gericht. Was sonst noch an Zeugenaussagen oder weiteren Hinweisen kam, war auch dem Staatsanwalt zu wenig. "Ich schlage eine glatte Einstellung vor", sagte Richterin Patrica Finkenberger und die Sache war damit erledigt.

Fotograf soll völlig ausgerastet sein

Was genau während der Feier passiert ist, wird damit nicht geklärt werden. Das kann auch an dem einen oder anderen Wodka liegen, der an dem Abend eine Rolle spielte. Am Ende war nur klar: Vor dem Saal war es kurz nach zwölf zu einer Rangelei gekommen. Angeblich, weil Freunde den bis dahin nüchterne Fotografen, zum Trinken animieren wollte. Der soll dann völlig ausgerastet sein, mit der Fototasche um sich geschlagen haben. Der Grund dafür blieb ebenso unklar, wie die Frage, woher er am Ende seine Verletzungen hatte.

Klar war aber, dass der Auftritt für den Fotografen das Ende der Hochzeit bedeutete. Das Brautpaar hat ihn rausgeschmissen. "Das ist genau das, was man bei einer Hochzeit braucht", kommentierte Finkenberger den Vorfall und stellte das Verfahren ohne Auflagen ein.