An diesem Dienstag findet vor dem Kitzinger Jugendschöffengericht der Prozess gegen drei Mädchen statt, die vor zwei Jahren einen behinderten 19-Jährigen schwer misshandelt und sexuell genötigt haben sollen. Das Verfahren am Kitzinger Amtsgericht war bereits im Frühjahr angesetzt gewesen. Der Verhandlungstermin im April war edoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen Corona verschoben worden.

Gefesselt, geschlagen, mit brennender Zigarette verletzt

Der Missbrauchsvorwurf: Die heute 17, 18 und 19 Jahre alten Frauen sollen das Opfer im November 2017 in einem Partyraum in Segnitz (Lkr. Kitzingen) angegriffen haben. Laut Staatsanwaltschaft Würzburg fesselten sie den 19-Jährigen auf einer Matratze, zogen ihn aus und nötigten ihn sexuell.

Auch soll das angeklagte Trio den jungen Mann mit einer brennenden Zigarette verletzt, geschlagen und getreten haben. Die Übergriffe dauerten nach Erkenntnis der Ermittler etwa 20 Minuten und wurden mit einem Handy der Mädchen gefilmt. Erst als ein unbeteiligter Zeuge hinzukam, sollen die Verdächtigen von dem Behinderten abgelassen haben.

Verhandlung soll nichtöffentlich stattfinden 

Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung und schwere sexuelle Nötigung. Angesetzt ist ein Verhandlungstag. Wegen des Alters von Opfer und Angeklagten hat das Gericht unter Vorsitz von Wolfgang Hülle bereits im Vorfeld angekündigt, die Öffentlichkeit von dem Verfahren auszuschließen.