Beschäftigte der Klinik Kitzinger Land zeigen am Mittwoch, 23. September, ab 11 Uhr im Rahmen einer "aktiven Mittagspause" Gesicht, um den Forderungen der Tarifrunde im öffentlichen Dienst Nachdruck zu verleihen. Das gibt die Gewerkschaft Ver.di bekannt.

Ver.di schreibt, dass die Kollegen im öffentlichen Dienst anfangs der Pandemie gefeiert und beklatscht wurden: "Nun scheint alles vergessen. Die Politik ist dringend aufgefordert, ihren Versprechungen Taten folgen zu lassen. Wir brauchen dringend Entlastung, wir brauchen dringend mehr Personal, welches dann auch entsprechend bezahlt wird", meint Jürgen Chodera, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Klinik Kitzinger Land.

Ver.di fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Erwartet wird auch eine Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Darüber hinaus soll in den Tarifverhandlungen das Thema der Entlastung der Beschäftigten behandelt werden. 

Reaktion der Arbeitgeber enttäuschend

Die Reaktionen der Arbeitgeber sind aus Sicht der Gewerkschaft enttäuschend, wonach selbst geringe Lohnerhöhungen mit langen Laufzeiten verbunden werden sollen. „Respekt und Anerkennung sieht anders aus!“, sagt Sandra Zimmer von der Gewerkschaft. „Die Kollegen sind enttäuscht und sauer, da es den Anschein macht, als sollen sie nun für die Krise bezahlen. Das lassen wir uns nicht gefallen!“

Die dritte Runde der Verhandlungen ist für den 22./23. Oktober erneut in Potsdam angesetzt. Bis dahin sind im Bezirk Würzburg-Aschaffenburg weitere Aktionen und Streiks geplant, endet die Ver.di-Pressemitteilung.