"Die Innovationspreisverleihung im Rahmen des Sommerfestes ist das Highlight in unserem Bezirksverband der Mittelstandsunion", sagte Bezirksvorsitzende Jutta Leitherer bei der Veranstaltung mit 100 Gästen in Kitzingen. "Wir arbeiten daran, die Welt nachhaltig zu verbessern und Innovation ist für uns schon immer eine Selbstverständlichkeit", verkündete mit Paulinus Hohmann einer der Preisträger und stellte die Win-Win-Situation in den Fokus.

Einer der Preise der Mittelstandsunion (MU) für drei unterfränkische Unternehmen ging an die Firma Libreo von Bernhard Beck im Kitzinger Innopark. Bernhard Beck erklärte, dass im Innopark Innovation groß geschrieben werde. "Wir machen Elektro-Ladeinfrastruktur der nächsten Generation", skizzierte Beck das Geschäftsmodell von Libreo. Das beinhalte einen Netzlastoptimierer, der via Smartphone arbeitet. Beck betonte: "Wir verheiraten Ökologie und Ökonomie in einem Produkt, verhindern CO2-Emmissionen und reduzieren den Verbrauch von Primärenergie".

Zweiter Preisträger war Paulinus Hohmann mit seiner Firma Adapt-Elektronik aus Großheubach und seiner zusätzlichen Firma Kindermann in Eibelstadt. Er baute zuvor in Großwallstadt ein Firmengründerzentrum auf.

Traditionsprodukt Wein bringt innovatives Unternehmen hervor

Den dritten Preis durfte Florian Müller, Hammelburg, entgegennehmen, der mit dem Weingut Müller zeige, wie man ein altes und traditionsreiches Produkt zukunftsfähig mache – mit einem Bio-Weingut, einem Hotel und einer Vinothek. "Der Frankenwein ist für Sie mehr als ein Getränk, sondern ein Kulturgut", beschied Jutta Leitherer.

Festredner Christian Bernreiter, Staatsminister für Wohnen, Verkehr und Bau, der sich als Stahlbauingenieur vorstellte, zeigte sich begeistert von den Innovationen und den Konversionsfortschritten im Kitzinger Innopark. Der ehemalige Landrat von Deggendorf und Präsident des Landkreistags sprach auch das Vorhaben der Staatsregierung an, künftig Photovoltaikanlagen für alle neuen Häuser vorzuschreiben und der Staat wolle auch eigene Gebäude stärker dafür nutzen. Der Minister definierte das Wohnen als größte Herausforderung unserer Zeit, die der Quadratur des Kreises gleichkomme.

MU-Kreisvorsitzender Tibor Brumme (Kitzingen) freute sich, dass die Arbeit des MU-Kreisverbands mit der Veranstaltung in Kitzingen honoriert werde. Gerhard Eck lobte Bernhard Beck als Visionär, der Mensch geblieben sei und als Berater der Bundesregierung zur Energiewende fungiere. "Der Segen des Freistaats Bayern ist der Mittelstand, der die meisten Mitarbeiter und Auszubildenden beschäftigt und auch die meisten Steuern bezahlt", erklärte Eck.