Mit einem Festgottesdienst im Freien hat der Posaunenchor in Füttersee am Pfingstmontag sein 70-jähriges Bestehen gefeiert. Mit Georg Beck und Ludwig Klein wurden zwei Mitglieder besonders geehrt. Die beiden Senioren sind seit der  Gründung 1951 aktiv mit dabei und spielten auch im Chor beim Jubiläum mit.

Die Pfarrer Hans Gernert und Erich Eyßelein, die den Gottesdienst hielten, stellten die Bedeutung heraus, die die Kirchenmusiker im Geiselwinder Ortsteil haben. Das Fest war dort der erste größere feierliche Anlass seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Pfarrer Gernert sah Parallelen zum Beginn 1951 und dem Jubiläum jetzt. Vor 70 Jahren sei die Gründung auch ein Symbol zum Neuanfang, zum Aufbruch, nach den Kriegsjahren gewesen. Heute zeige der festliche Anlass, "dass uns die Pandemie nicht unterkriegt". Der Posaunenchor ist ein fester Bestandteil im Ort. Die Musiker umrahmen alle größeren kirchlichen Feste, wie auch Beerdigungen im Dorf.

Pfarrer Erich Eyßelein erzählte in seiner Predigt von den Anfängen des Chores in den 50-er Jahren. Die Proben fanden damals bei Chorleiter Peter Beck statt, erst nach einem Jahr Üben folgte schließlich der erste Auftritt, damals bei der Konfirmation der heutigen Jubilare Georg Beck und Ludwig Klein 1952.

Musiker wurden geehrt

Chorleiter Peter Beck löste 1981 Otto Enk ab, seit 1991 führt Werner Beck, der Sohn des Gründungs-Dirigenten, den Taktstock. Heute hat der Posaunenchor 17 Mitglieder, im Durchschnitt sind die Musiker seit 35 Jahren dabei, was Pfarrer Gernert als Zeichen einer guten Gemeinschaft nahm. Viele der Musiker seien außerdem "tragende Säulen der Gemeindearbeit", hob Pfarrer Gernert hervor.

Im Rahmen des Pfingstgottesdienstes, in dem auch der Kirchenchor Füttersee mitwirkte, wurden verdiente Musiker von Pfarrer Erich Eyßelein im Namen des Landesposaunenchorverbandes, sowie von Ortspfarrer Hans Gernert geehrt:

Die Gründungsmitglieder Georg Beck und Ludwig Klein für 70 Jahre Bläserdienst, Erwin Holzberger für 50 Jahre; Martin Beck, Werner Beck, Helmut Enk und Armin Winterstein für 40 Jahre; Udo Beck, Elisabeth Holzberger, Birgit Lamprecht, Gerhard Link, Peter Link und Kerstin Wittmann für 25 Jahre.

Auch die jüngeren Musiker mit Eva-Maria, Fabian Höhn, Kevin Lamprecht und Philip Winterstein erhielten einen Holzengel als Geschenk.