Demnächst können wieder auch nicht mehr in der Stadt wohnende Marktbreiter nach ihrem Tode auf dem Friedhof der Stadt beigesetzt werden. In seiner Sitzung am Montagabend beauftragte der Stadtrat die Verwaltung die „Einschränkung der Grabberechtigten von Außerhalb“ in der Friedhofsatzung wieder rückgängig zu machen. Vor gut zehn Jahren war die Lage auf dem historischen Marktbreiter Friedhof recht angespannt: 35 freie Gräber standen rund 25 Todesfällen pro Jahr gegenüber. Selbst an die Anlage eines neuen Friedhofs wurde da gedacht. Aufgrund der geänderten Bestattungskultur kann nun die alte Regelung wieder in Kraft gesetzt werden.

Weitere Punkte der Sitzung waren:

• Das Planungsbüro transform soll sich Gedanken über den Friedhof, vor allem über die leeren Grabstellen machen und dazu ein Angebot vorlegen.

• Die Sanierung des Mainkrans könnte, wenn das Wetter hält, noch heuer abgeschlossen werden. Wie wichtig diese Sanierung für den erhalt des historischen Denkmals ist, zeigen die Mehrkosten bei der Dachsanierung: Erst als das Gerüst stand wurde klar, dass die Schiefereindeckung komplett erneuert werden musste. Dazu kamen die morschen Aufschieblinge und weitere marode Bauteile. Da es in anderen Bereichen Einsparungen gab belaufen sich die Mehrkosten auf rund 8000 Euro.

• Geschwindigkeitskontrollen in Marktbreit kommen sicher – und nicht nur in der Bachgasse. Dies kündigte Bürgermeister Erich Hegwein nach einer Befahrung der Stadt mit einem Mitarbeiter der Kontrollfirma an. Dabei wurde nämlich klar: Wer sich an die Beschränkung hält wird überholt oder genötigt schneller zu fahren. Bedarf ist also da, auch in der Schlesier- und Bahnhofstraße, in der Enheimer Steige und anderen Straßen.

• Das erste Treffen für die Einrichtung eines Kulturpfades in Gnodstadt lief recht erfolgreich. Die Verwaltung soll nun die entsprechenden Zuschussanträge ausarbeiten.

• Kultur kommt an in Marktbreit, das Rathauskonzert vergangene Woche war fast ausverkauft. Werner Hund regte an, einige Karten dafür an bedürftige Senioren in der Stadt auszugeben. Sollte Hund für die Feststellung der Bedürftigkeit eine praktikable Lösung finden, kann sich der Bürgermeister dies durchaus vorstellen.

• Rund 20 Teilnehmer konnte die Stadt am Wochenende zu einer Stadtführung begrüßen, zu der speziell Neubürger geladen waren.