Wenn die Würzburger Straße in Biebelried umgestaltet ist, dann kann es mit der Hauptstraße weitergehen. Diskussionen gab es noch über einen Gehweg. Die Hauptstraße in Biebelried ist vielbefahren. Der Platz bei der Kirche und am Rathaus ist neugestaltet, einige Häuser sind bereits renoviert. Für Gemeinderat Frank Hoh ist es nun der richtige Zeitpunkt, die Umgestaltung der gesamten Straße anzugehen: "Billiger wird es nicht."

Die geschätzten Kosten gab Architekt Norbert Stieber nur für die Umgestaltung ohne Straßenlampen und ohne Kanal und Wasser im Untergrund mit 517 610 Euro brutto an, zuzüglich etwa 15 Prozent Baunebenkosten. Vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) werden so um die 53 Prozent Zuschuss für förderfähige Nettokosten erwartet. Die exakte Prozentzahl richtet sich laut Bürgermeister Roland Hoh nach der Finanzkraft der Gemeinde. Aufgrund des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes seien zusätzliche zehn Prozent möglich, aber erst ab 2022. Der Antrag soll deswegen zu Beginn des nächsten Jahres beim ALE eingereicht werden.

Die Kosten für die Straßenlampen schätzte Stieber grob auf 25 000 Euro. Das hängt aber auch davon ab, ob sich der Gemeinderat für "normale" Lampen oder "gestalterische Lampen" entscheidet. Neue Wasserleitungen kosteten etwa 50 000 Euro. "Das sollte man auf jeden Fall machen, bevor die Straße erneuert wird", meinte Bürgermeister Hoh. Beim Kanal sollte man bei Bedarf sanieren oder reparieren.

Stieber erläuterte, dass er wegen der starken Befahrung der Straße hochwertigeres Material ausgesucht habe. Auch solle diagonal gepflastert werden, weil dies insgesamt eine stabilere Fahrbahn ergebe.

Der Gehweg bekomme ein leichtes Gefälle, antwortete Stieber auf die Frage von Gemeinderätin Gloria Kleinschrodt. Sie hatte die Befürchtung geäußert, dass Rollstuhlfahrer Probleme hätten.

Bei der Einmündung der Johanniterstraße in die Hauptstraße wäre der rechte Gehweg bei der vorliegenden Entwurfsplanung in der Johanniterstraße vor der Einmündung ausgelaufen. Hier war jedoch der Gemeinderat dafür, den Gehweg um die Kurve weiterzuführen. Die meisten Nutzer würden nämlich nach rechts in Richtung Kirche abbiegen. Gemeinderat Manfred Kleinschrodt hatte zuvor auch an eine vorhandene Unterschriftensammlung erinnert, demnach der Gehweh erhalten bleiben soll. In der Planung wird dies nun noch geändert.

Bürgermeister Roland Hoh hätte zwar gerne die ausgeschiedenen Gemeinderatsmitglieder in der nächsten Ratssitzung feierlich verabschiedet, der Gemeinderat entschied sich jedoch dafür, dies in der Jahresabschlusssitzung des Gremiums zu tun, die aber erst zu Beginn des Jahres stattfinden wird. Die Bürgerversammlung wird dann laut Hoh Ende Januar/Anfang Februar stattfinden.

Die Gemeinde beschafft gemeinsam mit anderen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen Defibrillatoren. In Biebelried und Westheim soll das Gerät am Rathaus angebracht werden, in Kaltensondheim beim Feuerwehrhaus. Die Wartung soll der Bauhof übernehmen.