Keine Mehrheit fand der Erlass für die Plakatwerbung im Markt Wiesentheid. Mit acht zu acht endete die Abstimmung, so dass das Ganze nun verschoben werden musste. Zu große Einschränkungen und zu viel Bürokratie, hatte etwa Ratsmitglied Hans Müller (Bürgerblock) in der jüngsten Sitzung des Rates moniert.

In Wiesentheid hat die Verwaltung ein Papier erarbeitet, das sich gegen das „wilde“ Plakatieren im Ort wendet. Die Vorgabe soll gleichzeitig als Muster für die anderen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft dienen. Dabei sollen die Bereiche, in denen überhaupt Plakate angeschlagen werden, sowie Anzahl und Größe, festgesetzt werden.

In Wiesentheid hielt es der Gemeinderat in einer Sitzung vor der Sommerpause grundsätzlich für sinnvoll, so etwas auf den Weg zu bringen. Im Bauausschuss wurde das Ganze konkreter ausgearbeitet, nun sollte es zum Absegnen in das gesamte Gremium.

„Zu hart und zu einschränkend“

Dort wurde erst einmal diskutiert. Ratsmitglied Hans Müller merkte an, dass ihm die Regulierungen zu weit gingen. Würde man die Verordnung anwenden, bleibe so gut wie kein Platz mehr für Veranstalter, ihre Sachen anzubringen. „Das läuft auf ein Plakatierungsverbot hinaus, das ist für mich nicht zu verstehen.“

Zudem störe ihn, dass die Veranstalter 35 Euro für eine Genehmigung zahlen müssten. Auch Ratsmitglied Andreas Laudenbach fand das Ganze „zu hart und zu einschränkend.“ Verwaltungsleiter Christian Sturm hielt entgegen, dass für das Kerngebiet Wiesentheids bereits ein Verbot für das Aufhängen der Plakate bestehe. Bislang habe man keine Handhabe gegen unerlaubtes Plakatieren.