Weihnachten gilt als Fest der Familie. Man kommt zusammen, man singt und lacht, soweit das in Zeiten der Pandemie möglich ist. Wie aber ergeht es den Insassen einer Justizvollzugsanstalt an Weihnachten?

Georg Ruhsert, Gefängnisseelsorger an der JVA Würzburg, erzählte den Fünftklässlern des Egbert-Gymnasiums davon. „Bei vielen Häftlingen kommen an diesen Tagen schmerzhafte Erinnerungen an frühere Weihnachtsfeste hoch, als sie noch in Freiheit lebten“, so Ruhsert. Sie vermissen ihre Angehörigen sehr, viele sind verzweifelt.

Um die Hoffnung des Mensch gewordenen Christus auch zu ihnen zu bringen, haben die Fünftklässler in den vergangenen Wochen fleißig Plätzchen gebacken, Karten gebastelt und dann Georg Ruhsert übergeben. Er wird sie mit einem Weihnachtssegen zu den Häftlingen bringen. Ruhsert bedankte sich herzlich bei den Fünftklässlern, die auch von der Weisheit Roswitha Blochs inspiriert wurden: „Wenn uns bewusst wird, dass die Zeit, die wir uns für einen anderen Menschen nehmen, das Kostbarste ist, was wir schenken können, haben wir den Sinn von Weihnachten verstanden.“

Von: Reinhard Klos (Mitarbeiter in der Schulleitung, Oberstufenbetreuer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Schülerzeitung „PEERplus“, Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach)