Gerade im Frühjahr, sobald das Wetter besser wird, starten vielerorts Renovierungs- und Umbauarbeiten der Außenanlagen. Die in diesem Jahr bevorstehenden Kürzung der Zuschüsse von Photovoltaikanlagen lässt Eigenheimbesitzer offenbar besonders aktiv werden Dabei ist dringend zu beachten, dass auf einer Vielzahl von Grundstücken noch asbesthaltige Materialien verbaut sind, wobei es sich meist um Zementfaserplatten handelt, so der Hinweis der Polizei.
Grundsätzlich sind die Verwendung, Bearbeitung und Lagerung von asbesthaltigem Material nach dem Chemikaliengesetz verboten. Schon das Abkehren oder Abspritzen von solchen Platten stellt eine Straftat dar. Somit ist beispielsweise auch die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf asbesthaltigen Dächern oder die weitere Verwendung der Platten, zum Beispiel als Holzstapelabdeckung, strengstens untersagt.
Genau diese Erfahrung musste nun auch ein Mann aus dem Großraum Kitzingen machen. Bei einer Kontrolle stellten Wasserschutzpolizisten am Dienstag fest, dass der Betroffene auf seinem asbesthaltigen Dach genau so eine Anlage installieren ließ. Da die entsprechenden Vorschriften weder von dem Auftraggeber, noch von der ausführenden Montagefirma eingehalten worden sind, mussten die Arbeiten auf Verfügung des Gewerbeaufsichtsamtes zunächst eingestellt werden. Im weiteren Verlauf musste die Photovoltaikanlage dann schließlich wieder zurückgebaut werden.

Gesundheitsschädlich


Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass asbesthaltiges Material gesundheitsschädlich ist und als so genannter "Zwangsabfall" in "Big Bags" entsorgt werden muss, sobald es abgebaut wurde. Es wird dringend geraten, sich beim Umgang mit Asbest vorab zu informieren. Informationen zum sicheren Umgang mit Asbest erhält man zum Beispiel beim zuständigen Gewerbeaufsichtsamt oder auf der Homepage der Regierung von Unterfranken. red