Eine Nachricht, die Bürgermeister Gerhard Ackermann in der Sitzung des Gemeinderats eher beiläufig unter dem Punkt Verschiedenes bekannt gab, freute die Gemeindevertreter. So trug der Bürgermeister vor, dass sich ein Bürger gemeldet habe, mit dem Vorschlag, dass er die beiden gemeindlichen Pflanzbeete an den Ortseingängen von Abtswind und Castell her neu bepflanzen wolle. Und nicht nur das, der Ortsbewohner bot an, er werde sich auch künftig um die Flächen kümmern.

Zuletzt hätten die Pflanzbeete doch stark unter der Trockenheit gelitten und gäben kein allzu schönes Bild mehr ab, holte Ackermann etwas aus. Der Ortsbewohner, dessen Name in der Sitzung aus Datenschutzgründen nicht genannt wurde, habe laut Bürgermeister Ackermann angeboten, er mache einen Vorschlag zur Auswahl der Pflanzen. Der Bauhof müsse lediglich die bisherige Bepflanzung entfernen, den Bodenaustausch mit Mutterboden vornehmen und mit ihm das neue Anpflanzen übernehmen. Zudem solle der Bauhof künftig die Blumen gießen.

Nur Vereine dürfen Plakatieren

Die Kosten für Pflanzen, Granulat, Unkrautflies, und weiteres, würden rund 100 Euro betragen. Die Gemeinderäte stimmten dem Ganzen zu. "Wir bedanken uns herzlich für die Bereitschaft, diese Arbeiten zu übernehmen und damit wieder einen kleinen Beitrag zur Verschönerung unseres Ortes beizutragen", sagte Bürgermeister Ackermann zu dem ungewöhnlichen Antrag.

In der Sitzung legte das Gremium weiteres zum Aufstellen einer Plakatierverordnung in der Gemeinde fest. Mit dieser von der Verwaltungsgemeinschaft ausgearbeiteten Verordnung soll das "wilde" Plakatieren im Ort künftig eingeschränkt werden. So sind die Flächen, wie auch die Anzahl der jeweiligen Plakate, künftig vorgegeben. Eine Plakatierung ist im gesamten Ortskern Rüdenhausens, der zum Geltungsgebiet der Dorferneuerung gehört, unzulässig. Ausgenommen sind örtliche Vereine, etwa in Schaukästen. Auch für die Wahlwerbung wurden Standorte festgelegt. Die großen Plakatständer auf öffentlichen Grund dürfen eine Größe von 3,50 Meter mal zwei Meter nicht überschreiten, hieß es unter anderem.

Tür zum Amtszimmer im Rathaus wird repariert

Fest gelegt hat der Gemeinderat, dass die evangelische Pfarrgemeinde für den Kindergarten keinen Ergänzungsbeitrag zur Wasserversorgung bezahlen muss. Die Kirche ist Träger der Einrichtung, die Kommune unterstützt die Einrichtung finanziell.

Außerdem teilte Bürgermeister Ackermann mit, dass die Tür zum Amtszimmer im Rathaus repariert wird. Bei einem erfolglos versuchten Einbruch war die Tür beschädigt worden. Ein Schreiner habe sich das Ganze angesehen und die Kosten für eine Erneuerung auf bis zu 800 Euro geschätzt. Eine Reparatur wäre mit etwa 400 Euro zu realisieren und wurde als bessere Lösung erachtet, nachdem das Rathaus in absehbarer Zeit saniert werden soll. Der Schaden wurde an die Versicherung gemeldet, die für die Koste der Reparatur aufkommt, hieß es.