Die Mainspitze zwischen Mainkanal und Main bei Gerlachshausen ist seit vielen Jahren das Open-Air-Zuhause der Schwarzacher Pfadfinder. Unter freiem Himmel fanden mitten in der Natur schon viele Treffen der Pfadis statt. Weil die Untere Naturschutzbehörde ihre Zustimmung verweigert hat, können die Pfadfinder ihr 60-jähriges Bestehen im August nun nicht auf der Mainspitze feiern. Alternativstandort ist jetzt die Wiese in der Nähe der Schwarzach-Mündung in den Main in Münsterschwarzach. Schwarzachs Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung am Dienstag dem Standortwechsel einhellig zu.

Zehn Tage soll das Fest ab dem 14. August dauern. Höhepunkt ist ein Tag für die Öffentlichkeit am 21. August mit Musik am Abend. Die Grundstücksflächen, auf denen nun gefeiert wird, gehören der Abtei Münsterschwarzach sowie der Familie Memmel und liegen entlang der Staatsstraße 2271. Parkmöglichkeiten sind in der Nähe vorhanden. Laut Ankündigung soll es einen Festzug mit anschließendem Festgottesdienst in der Kirche Stadtschwarzach geben.

Kritik am ablehnenden Verhalten der Naturschutzbehörde

Die Entscheidung fiel den Ratsmitgliedern nicht schwer, denn das Staatliche Bauamt Würzburg hatte der Durchführung ebenfalls zugestimmt. Die geforderten Auflagen nimmt die Gemeindeverwaltung in die Genehmigung mit auf. Die Zustimmung der Abteilung Wasserrecht im Landratsamt Kitzingen in Bezug auf Starkregenereignisse und Hochwasser sei durch die Pfadfinder bereits eingeholt, erläuterte zweite Bürgermeisterin Johanna Sendner.

Georg Ruhsert kritisierte das ablehnende Verhalten der Naturschutzbehörde als nicht "verhältnismäßig". "Dort gab es noch nie Probleme", konnte auch Anette Hillenbrand nicht nachvollziehen, dass die Pfadfinder nicht auf der Mainspitze feiern können und "Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommen".

Weitere Themen im Rat:

Der Marktplatz in Stadtschwarzach wird vom 19. bis 22. April komplett gesperrt. Grund für die Sperrung sind Pflasterarbeiten im Kreuzungsbereich, die der gemeindliche Bauhof in Eigenregie durchführt.

Die Ärzte der Praxis in der Hörblacher Straße haben einen Beschwerdebrief an die Gemeinde geschrieben. Sie sind nicht mit dem Aufstellen eines Findlings und Warnbarken an der Einmündung der Albrecht-Dürer-Straße einverstanden. Dort parken in der Regel Patienten der Praxis. Der Gemeinderat will nun neu entscheiden. Als Hausaufgabe sollen sich die Ratsmitglieder selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen.

Der Gemeinderat hat die Billigungs- und Auslegungsbeschlüsse für die 7. Änderung des Flächennutzungsplanes und den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Photovoltaikanlage Düllstadt II" einstimmig verabschiedet.

Neue Schließanlage für die Grundschule

Die neue Schließanlage für die Grundschule soll mit dem bereits bestehenden elektronischen Schließsystem des Marktes in Rat- und Langhaus ausgestattet werden. Der Auftrag für die neue Schließanlage ging an die Firma Faciliteam aus Würzburg zum Preis von 28.000 Euro.

Der Bauhof bekommt einen Tandemanhänger der Marke Unsinn. Das Fahrzeug liefert die Firma Müller Landtechnik aus Gerolzhofen für 7600 Euro.

Der Auftrag zur Lieferung von Feuerwehrausrüstung ging an die Firma 112 Store aus Rottendorf zum Preis von 7500 Euro. Für die Stützpunktwehr Stadtschwarzach werden 20.000 Euro für Unterhaltungsmaßnahmen der Atemschutzwerkstatt, -geräte und -geräteträger im Haushalt eingestellt.

Der SV-DJK Schwarzenau erhält für die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED einen gemeindlichen Zuschuss von 4400 Euro. Das sind zehn Prozent der voraussichtlichen Gesamtkosten.