Peter Junker aus Kitzingen wurde am Freitag im engsten Familienkreis in seinem Geburtsort Wiesentheid beigesetzt.

Der in Kitzingen praktizierende Allgemeinarzt war am 13. April überraschend im Alter von 56 Jahren gestorben.

In seiner Heimatgemeinde Wiesentheid war Junker bis zuletzt ein aktives, treues und überaus engagiertes Mitglied bei der Kolpingsfamilie sowie beim Sportverein. Bei der Aussegnung vor einer Woche in Kitzingen trug Norbert Schneider einen Nachruf für die Wiesentheider Vereine vor. Darin hieß es, dass die Nachricht vom Tod Junkers sowohl den Sportverein, als auch die Kolpingsfamilie mit der KoKaGe Wiesentheid tief erschüttert und bewegt hat.

Als gebürtiger Wiesentheider spielte Junker von klein auf bis im Herrenbereich der DJK Wiesentheid Fußball. Nach seinem Medizinstudium und einigen Jahren als Arzt in Detmold übernahm er vor etwa 20 Jahren eine Arztpraxis in Kitzingen. Seit dieser Zeit kümmerte er sich aktiv um die medizinische Betreuung seiner Wiesentheider Fußballer. Dort war er bis zuletzt noch mitten in der Mannschaft dabei. Junkers Hilfsbereitschaft, seine fachliche Kompetenz und stete Freundlichkeit wurden nicht nur von den Fußballern geschätzt.

Stütze der KoKaGe

Bereits 1980 trat Peter Junker der Kolpingsfamilie in Wiesentheid bei, wo er etwa beim Staffellauf der Kolpingjugend in der französischen Partnerstadt Rouillac 1988 aktiv mitmachte, dazu auch die medizinische Betreuung der Läufer übernahm.

Nach seiner Rückkehr in seine fränkische Heimat war Junker wieder ein fester Bestandteil und eine wichtige Stütze der Kolpingsfamilie und der KoKaGe. Trotz beruflicher Belastung brachte er sich dort in vielen Bereichen tatkräftig mit ein. Ob als Tänzer im Schautanz, im Männerballett auf der Bühne oder als Helfer hinter den Kulissen, stets war er mit Einsatz dabei.

Als Arzt leistete er vielen Akteuren bei Unfällen spontan Hilfe, auch deshalb, weil er zu allen Helferdiensten selbstverständlich seine Arzttasche mitnahm.

Die Wertschätzung und Anerkennung, die Peter Junker in der KoKaGe genoss, zeigte sich darin, dass er vor einigen Jahren zum „Senator“ ernannt wurde, obwohl er sich nie in den Vordergrund drängte, sondern still und zuverlässig seine Arbeiten verrichtete. Ast/Foto: Waltraud Ludwig