Der ÖPNV in Mainfranken steht in den nächsten Jahren vor Veränderungen: 365-Euro-Ticket in Würzburg oder die mögliche Reaktivierung der Mainschleifenbahn für den Pendlerverkehr. Grund genug, für JU-Bezirksvorsitzenden Daniel Nagl, Christopher Alm, Geschäftsführer der Nahverkehrsbetriebe Mainfranken GmbH (NVM), zum Mobilen Hintergrundgespräch in die Mainschleifenbahn einzuladen, heißt es in einer Pressemitteilung der Jungen Union (JU).

Ziel des NVM sei es, zum 1. August 2022 den Nahverkehr in den Städten Schweinfurt und Würzburg, sowie den Kreisen Schweinfurt, Würzburg, Rhön-Grabfeld, Haßberge, Bad Kissingen, Main-Spessart und Kitzingen mit einem gemeinsamen Ticket zu ermöglichen.

ÖPNV muss schnell sein

Auf die Frage der Kitzinger JU-Kreisvorsitzenden Sabrina Stemplowski, warum man im Nürnberger VGN diverse Erweiterungen und eine attraktive Preisgestaltung deutlich zügiger umgesetzt bekomme als in Mainfranken, antwortete Alm: Der NVM sei personell schmal konstruiert. Deshalb könne man anders als der VGN Aufgaben, wie notwendige Verkehrserhebungen nicht selbst erledigen, sondern müsse europaweit ausschreiben. Dies verlangsame Prozesse, steht in der JU-Pressemitteilung.

Alm wurde von den jungen Politikern auch gefragt, wie der ÖPNV für eine große Akzeptanz gestaltet sein müsse. Wo der ÖPNV mehr als 50 Prozent langsamer sei als das Auto, werde er nicht angenommen. „Man wird sich deshalb von großen Schleifen verabschieden müssen und Hauptorte mit Stichstrecken verbinden. Danach müssen vor Ort Lösungen gefunden werden mit einem Bus-, Rufbus oder Taxisystem“, wird Alm in der Pressemitteilung zitiert.