Gleich zwei neue Plätze sind in Rödelsee fertiggestellt. Bürgermeister-Stellvertreter Bernd Lussert und Weinprinzessin Damaris Heß weihten Park- und Sportplatz coronabedingt ganz unspektakulär ein. "Wird das ein Park?" sei ein Gemeinderat von einem Bürger bereits gefragt worden, verriet Bernd Lussert im Gespräch mit dieser Redaktion. Vermutlich hatte das viele Grün des neuen Parkplatzes mit 90 Auto-Stellplätzen am Fröhstockheimer Weg zu dieser Vermutung veranlasst.

Hauptfläche als Schotterrasen

Die 16 Bäume am Parkplatz zum Preis von 2000 Euro wurden teilweise durch Spenden finanziert. Die Bäume wurden vom Bauhof gepflanzt. Für die Bau- und Pflanzbeetumrandungen war ebenso der Bauhof zuständig, der auch die Pflege übernimmt. Die Grünflächen gestaltete die örtliche Staudengärtnerei.

Aus ökologischen Gründen hatte der vormalige Gemeinderat die Ausführung der Hauptfläche als Schotterrasen beschlossen. Dies hat Zusatzkosten von rund 8000 Euro verursacht. In Zusammenhang mit dem Rückbau und Versetzen des Hydranten auf einem Privatgrundstück neben dem Parkplatz sind weitere Kosten in Höhe von 6800 Euro entstanden. Insgesamt hat der neue Parkplatz in Rödelsee die Gemeinde rund 45 800 Euro gekostet.

Der Parkplatz kann künftig dauerhaft, gegebenenfalls auch für Wohnmobile, genutzt werden. Die Zufahrt ist über einen gemeindeeigenen Weg mit Anschluss an die Mainbernheimer Straße möglich. Zwei Lichtmasten mit LED zur Ausleuchtung des Parkplatzes wurden installiert.

Nur für sportliche Betätigungen

Der Parkplatz ist nun freigegeben, ebenso wie der "Rote Platz" an der Jahnstraße. Letzteren dürfen allerdings keine Fahrzeuge befahren, er ist nur für sportliche Betätigungen vorgesehen. Während beim Parkplatz ein Band durchschnitten wurde, betätigten sich Weinprinzessin Damaris Heß und Bernd Lussert dort sportlich, wobei sich Lussert ins Handballtor begab und versuchte, die Sieben-Meter-Würfe von Damaris zu parieren.

Gekostet hat die Sanierung knapp 46 250 Euro. Vorgesehen waren 37 000 Euro. Die Mehrkosten entstanden laut Lussert, weil nach der örtlichen Begehung und Abmessung festgestellt worden war, dass die vergebenen 150 Quadratmeter Reparaturen nicht ausreichen und auf 254,48 Quadratmeter aufgestockt werden mussten. Eine Sportanlage, die 35 bis 40 Jahre alt ist, sei meist sehr sanierungsbedürftig, sagte Lussert.

Auch beauftragte die Gemeinde die Verstärkung und Stabilisierung des Kunststoffbelags mit, damit eine längerfristige Nutzung gewährleistet ist. Auch die Linierung wurde aufgebracht. Eine Handballlinie fehlt noch. Die Firma wird diese noch aufbringen.