Im Zuge eines Konzepts zum Parken im Ortskern hat die Gemeinde Abtswind dieser Tage die künftigen elf Parkplätze in der Pfarrgasse mit sogenannten Parknägeln gekennzeichnet. Damit sei der Anfang gemacht worden, bestätigte Bürgermeister Jürgen Schulz in der Sitzung des Gemeinderates auf Anfrage eines Ratsmitglieds. Voraussichtlich von Oktober an soll in diesem Bereich auch Kontrollen stattfinden.

Der Oktober solle als Probephase dienen, in der es nur Verwarnungen gebe. Danach werden Falschparkende ein Knöllchen erhalten. Mit der Greuther Gasse soll eine weitere Straße im Ort folgen, in der nur noch im gekennzeichneten Bereich geparkt werden darf. Hier muss Bürgermeister Schulz allerdings noch einen Ortstermin mit dem Landratsamt abwarten, weil es sich um eine Kreisstraße handelt.

Anwohnerinnen und Anwohner geteilter Meinung

Das Thema Parkplätze in den zum Teil engen Gassen Abtswinds war zuletzt ein heißes Eisen, vor allem bei den Anwohnerinnen und Anwohnern. Auch im Gemeinderat hatte es dazu teils hitzige Diskussionen gegeben. Die bisherige Regelung sei in Ordnung, eventuelle Probleme löse man selbst, meinten die einen.

Andere, wie auch die Gemeinde, hielten entgegen, dass es bei einem Ernstfall, oder auch für die Müllabfuhr, kaum möglich sei, manche Stellen zu passieren.

Nach dem ständigen Für und Wider ließ sich der Gemeinderat ein Konzept von einem Fachbüro erstellen. Im Frühjahr wurde beschlossen, dass dieses nun umgesetzt werde. Mit dem Konzept zeigten sich einige Anwohner nicht einverstanden, weil die ein oder andere Stellfläche für sie damit wegfalle.

Zuletzt habe sich das Ganze beruhigt, die Leute hielten sich an die Markierungen, schilderte Bürgermeister Schulz seine Eindrücke.

Maschine zur Unkrautvernichtung als Gemeinschafts-Anschaffung

Außerdem beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung, dass sich die Kommune am Kauf einer Maschine zur Vernichtung von Unkraut beteiligt. Das Gerät, das zusammen mit den Nachbargemeinden Castell und Wiesenbronn gekauft wird, kostet 27 000 Euro, inklusive eines Anhängers. Das Gerät hat einen 500 Liter fassenden Tank, in dem Wasser auf eine Temperatur von 99 Grad erhitzt wird. Damit wird das Unkraut bekämpft.

Gemeinderat Maximilian Fuchs monierte in der Sitzung, dass ab und zu Lkw-Verkehr vom Autobahn-Ausbau voll beladen auf dem Stämmbauersweg durch den Ort fahre. Dazu habe man mit den Baufirmen bereits gesprochen, hieß es.

Außerdem teilte Bürgermeister Schulz mit, dass die Bürgerversammlung voraussichtlich am 7. Oktober stattfinden wird. Er informierte, dass Ende des Jahres wieder der traditionelle Flurgang geplant sei.