Dem Marktgemeinderat Großlangheim lag in der Sitzung am Dienstagabend der Antrag des Pfarrgemeinderats vor, der in Absprache mit dem pastoralen Raum St. Benedikt auf der Großlangheimer Schlossruine Gottesdienste abhalten möchte. Gemeinderat Karsten Droll, seines Zeichens Vorsitzender des Großlangheimer Pfarrgemeinderats, zeigte sich optimistisch, dass der erste Gottesdienst auf der Schlossruine an Fronleichnam stattfinden könne. Das Ratsgremium stimmte dem Antrag geschlossen unter der Voraussetzung zu, dass die Gottesdienste unter Einhaltung der Hygienevorschriften gehalten werden.

Für das Anwesen Bahnhofstraße 4 lag eine Bauvoranfrage zur Nutzungsänderung der bisherigen Arztpraxis vor. Geplant sind die Umnutzung der Arzträumlichkeiten im Erdgeschoss zu Wohnraum und die Umnutzung der Wohnräume im Obergeschoss zu einer Heilpraktiker-Praxis. Im Hinblick auf Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutz muss eine Prüfung durch die Fachstellen im Landratsamt erfolgen. Diese haben die Zustimmung vorbehaltlich der Einhaltung der hygienetechnischen Auflagen in Aussicht gestellt, wie es in der Information heißt, die dem Ratsgremium vorlag. Das stimmte der Bauvoranfrage geschlossen zu. "Damit ist das Thema Arzt für Großlangheim nicht vorbei", meinte Bürgermeister Peter Sterk dazu.

Vermehrt Müll abgelagert

Sorgen bereiten dem Bürgermeister und den Ratsmitgliedern die vermehrten Müllablagerungen in Flur und Wald, dabei vor allem der anteilige Bauschutt. Sterk rief die Einwohnerschaft auf, die Augen offen zu halten und auch nicht vor einer Anzeige zurückzuschrecken. Er erinnerte daran, dass pro Quartal 120 Liter Bauschutt im Bauhof abgeliefert werden können, und es ansonsten auch die Möglichkeit gebe, sich beim Landratsamt oder im Internet über die Anlieferung von Bauschutt kundig zu machen.

Da Großlangheimer Interessen nicht betroffen sind, hatte das Ratsgremium keine Einwände gegen die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden zur Aufhebung des Bebauungsplans "Am Graben" der Nachbargemeinde Kleinlangheim. Ebenso auch nicht gegen die 43. Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplans der Stadt Kitzingen  für den Bereich "Am Wilhelmsbühl".