Da die alljährliche Fahrt der 9. Klassen nach Dachau in die KZ-Gedenkstätte leider auch in diesem Jahr pandemiebedingt ausfallen muss, fand für alle 9. Klassen des Egbert-Gymnasiums das Online-Modul „KZ-Gedenkstätte Dachau“ statt. Die Referenten der Module für die jeweiligen Klassen waren LehrerInnen der Organisation Gedenkstättenbetreuung Effner, die die bayrischen SchülerInnen unter normalen Umständen vor Ort über das Gelände leiten und Hintergründe erklären. Die Referentin der Klasse 9c, Carmen Volkert, stammt ursprünglich selbst aus dem Landkreis Würzburg. Das EGM ist ihr also „nicht fremd“. Frau Volkert gestaltete ihren Vortrag sehr anschaulich, indem sie ihre Erklärungen mit einer Vielzahl von Fotos untermauerte. Sie informierte zunächst über die Entstehung und den Aufbau des Konzentrationslagers. In einem weiteren Themenfeld fokussierte die Referentin die Frage „Wer waren die Häftlinge?“. Hierbei wurden einzelne Biografien ehemaliger Insassen aufgegriffen, die aus der Region stammten – beispielsweise Lorenz K. aus Ochsenfurt oder der Würzburger Rechtsanwalt Dr. Leopold Obermeyer. Die große Masse der Häftlinge bekam so für die Jugendlichen „ein Gesicht“. Einen weiteren thematischen Schwerpunkt des Vortrags stellten das Leben und der Alltag im KZ Dachau dar. Des Weiteren klärten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 9c den Aufruf der Denkmalinschrift „Den Toten zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung“. Abschließend skizzierten sie konkrete Handlungsmöglichkeiten, wie sie selbst in ihrem Alltag diesem Aufruf nachkommen können.

Von: Anna Korten, Lehrerin am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach.