Tourist-Info, Vinothek, Museum, Ausstellungsraum, Bibliothek – das KUK in Dettelbach bietet vieles unter einem Dach. Zur "Wiedereröffnung" Fragen an Leiterin Arlena Ridler.

Frage: Sie sind für Tourismus und Kultur in Dettelbach zuständig – wie steht es aktuell um die beiden Sparten?

Arlena Ridler: Wir sind guter Dinge, dass das Jahr 2021 ein erfolgreiches Jahr werden wird. Die Gäste stehen in den Startlöchern und auch unser Team in der Tourist-Information kann es kaum erwarten, endlich wieder Besucher empfangen zur dürfen. Viele Wanderer sind bereits jetzt schon auf den zahlreichen Themen-Wanderwegen in und um Dettelbach unterwegs. Noch schöner wird es natürlich, wenn auch die Gastronomie wieder die Gäste vor Ort verwöhnen darf.

Wie viel Schaden hat Corona im Tourismusbereich in Dettelbach vergangenes Jahr angerichtet?

Ridler: Natürlich ist es für die Gastronomen und Übernachtungsanbieter und viele Gewerbetreibende kein einfaches Jahr gewesen, aber wir haben das Beste daraus gemacht. Wir sind sehr kreativ geworden und haben im Bereich der Führungen viele Angebote und regelmäßige Führungen für Einzelgäste entwickelt. Auch Kinderstadtführungen oder der Märchenspaziergang wurden sehr gut angenommen. 2020 haben wir auch einige Familien nach Dettelbach locken können.

Wie haben Sie und Ihre Mitarbeiter die Zeit im Lockdown verbracht?

Ridler: In der Bücherei wurde der Bestand durchforstet. Neue Ideen entstanden, wie die Lesestunde online für Zuhause. In der Tourist-Information haben wir zum Beispiel auch die FFP2 Masken Ausgabe an die Dettelbacher Bürger organisiert und auch Impftermine sowie Fahrdienste koordiniert. Ende 2020 ist auch der Dettelbacher Entdeckergutschein entstanden. Mit diesem wollen wir die Gastronomen und Gewerbetreibende unterstützen. Einige Gästebroschüren wurden neu aufgelegt und aktualisiert. Auch die Homepage wurde optimiert.

Wie war die Wiedereröffnung – was gab es zu beachten?

Ridler: Für die Wiedereröffnung waren wir bestens vorbereitet und mussten nicht wirklich viel machen. Unser Hygienekonzept aus dem vergangenen Jahr mit diversen Beschilderungen, Bodenmarkierungen zur Abstandseinhaltung, Spuckschutz und jede Menge Desinfektionsspender konnte 1:1 übernommen werden.

Ihr Blick auf die nächsten Wochen und Monate....

Ridler: Optimistisch und erwartungsvoll. Sobald es wieder irgendwie möglich ist, möchten wir schon Ende März mit der nächsten Ausstellung ,,Zaubermosaik‘‘ von Anne Sauer starten. Bereits im April starten, wenn alles gut geht, die regelmäßigen Führungen für Einzelgäste. Da es wirklich jede Menge sind, lohnt sich hier auf jeden Fall ein Blick auf unsere Homepage www.dettelbach-entdecken.de .

Wie lief die "Blind Date"-Aktion zum Valentinstag?

Ridler: Die Aktion war sehr gelungen und wurde sehr positiv aufgenommen. Und jeder Leser erhielt neben dem rot eingepackten Überraschungsbuch ein kleines gebasteltes Herz mit lieben Wünschen und einer Süßigkeit aus dem KUK.

Drei Sätze zum KUK in Dettelbach – was machen Sie alles?

Ridler: Das KUK vereint Kultur, Genuss und Unterhaltung. In der Vinothek gibt es kleine Weinproben. Regelmäßige Ausstellungen sorgen für jede Menge Abwechslung. Die Stadtbibliothek ist ein sehr wichtiger Bestandteil. Viele Familien nehmen das Angebot sehr gerne an. Wir sind das Zentrum für Kommunikation und entwickeln stets neue Angebote für die Einwohner und Besucher unseres wundervollen Städtchens.

Die aktuelle Ausstellung "Dettelbacher Häuser erzählen Geschichte" ist ebenfalls wieder angelaufen – was erwartet die Besucher?

Ridler: Wir haben in Dettelbach einige besondere Menschen, die sich intensiv mit der Geschichte Dettelbachs und den Dettelbacher Geschichten beschäftigen. Die Ausstellung geht einen neuen Weg: Sie zeigt ausgewählte Gebäude der Dettelbacher Altstadt, in denen besondere Ereignisse stattfanden oder Persönlichkeiten lebten und wirkten, die nachhaltige Spuren in der Stadt- und Alltagsgeschichte hinterlassen haben.

Als die Ausstellung startklar war, begann der erneute Lockdown...

Ridler: Wir haben es wirklich sehr bedauert, dass nur so wenige Gäste direkt nach der Eröffnung die Ausstellung besichtigen konnten und freuen uns umso mehr diese noch bis zum 23. März verlängern zu können. Wichtig ist es dabei, den aktuellen Inzidenzwert im Auge zu behalten. Aktuell darf man sogar ohne einen vereinbarten Termin bei und vorbeischauen. Ab dem Inzidenzwert 50 dürfen wir zwar nach wie vor öffnen, jedoch ist dann die Besichtigung nur noch mit einem vereinbarten Termin möglich.