Nachdem Anwohner am Freitagabend einen größeren Ölfilm auf der Volkach entdeckt hatten, wurde die Volkacher Feuerwehr gegen 19.45 Uhr alarmiert. Die Einsatzkräfte rückten sofort zum alten Feuerwehrhaus in der Alten Obervolkacher Straße aus, wo sie die Ölverseuchung des Bachs entdeckten.

Auf der Suche nach der Herkunft des Kraftstoffs wurde die Feuerwehr laut ihrem Pressebericht bei einem Regenüberlaufbecken der Kanalisation fündig. Aus unbekannter Ursache – so die Feuerwehr – sammelte sich Öl in diesem Becken. Auf Grund der großen Regenmassen der letzten Tage, kam dieses dann zum Überlaufen und gelangte so in die Volkach. Mit speziellem Vließ wurde das Öl aus dem Bach aufgenommen und so ein Schaden an der Natur verhindert.

Mit Atemschutz und Wathosen ins Becken

Unter schweren Atemschutz und mit Wathosen ausgestattet, stiegen zwei Einsatzkräfte der Wehr in das Becken hinab, um Proben des Wassers zu entnehmen und um das dortige Öl zu entfernen. Die Feuerwehr Volkach war mit 23 Kräften und vier Fahrzeugen vor Ort. Außerdem waren der Kreisbrandmeister Gefahrgut des Landkreises sowie ein Mitarbeiter des Landratsamtes im Einsatz. Wie groß die Ölmenge war, die in den Bach gelangte, ist laut Bericht der Feuerwehr „schlecht“ zu sagen.

Da anschließend die komplette Ausrüstung dekontaminiert werden musste, konnten die Einsatzkräfte erst gegen 23.30 Uhr ihren Feierabend antreten.

Die Feuerwehr Volkach ist Teil der Ölwehr des Landkreises Kitzingen und beherbergt daher spezielles Material für Öleinsätze auf Wasserflächen. So ist in Volkach unter anderem ein fahrbarer Separator stationiert, mit dessen Hilfe man kontaminiertes Wasser von Öl trennen kann.