In der Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Mainbernheim – die wie gewohnt am Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen im Gasthof Goldener Löwe stattfand – berichtete Schriftführer Helmut Kilian von zahlreichen und aufwändigen Pflegearbeiten wie Baumrückschnitte, welche tatkräftige Mitglieder im Mainbernheimer Kindergarten erledigt haben. Bürgermeister Peter Kraus bedankte sich bei den Organisatoren für so viel Zuwendung für den Kindergarten und für die Ausführung der schwierigen Arbeiten.

Kilian ließ noch den gelungenen Jahresausflug nach Meran Revue passieren. Heuer ist die Eifel das Ziel. Kilian würdigte auch die Gestaltung des Osterbrunnens.

Der neue Vorsitzende des Kreisverbandes für Obst- Gartenbau und Landschaftspflege Kitzingen, der frühere Mainbernheimer Bürgermeister Karl Wolf, nannte seine Arbeitsziele: Wieder den Tag der offenen Gartentür veranstalten, Gestaltung von Friedhöfen, die Jugendarbeit und die Homepage des Kreisverbandes auf Vordermann bringen. Wolf sagte, es sei seine freie Entscheidung gewesen, sich nochmals im Landkreis Kitzingen zu engagieren.

Sigrid Emmel schilderte mit einer Präsentation die Arbeit der Jugendgruppe Die Naturprofis und wie diese die Natur begreift. Man traue sich schon an die Herstellung von Naturkosmetika mit Thymian. 20 bis 25 Kinder kämen im Durchschnitt zu den Treffs, die mit einer Brotzeit abgeschlossen werden.

Vorsitzender Franz Lindenthal bezeichnete in seinem Bericht das Jahr 2014 als ein gutes Gartenjahr trotz des warmen Winters. Er gab auch Statistisches bekannt: Der Verein habe 234 Mitglieder. Das Durchschnittsalter liege bei 66 Jahren. Auf Wunsch des Landesverbandes hätte der Beitrag geändert werden müssen. Den Familienbeitrag mit 13 Euro gäbe es nicht mehr. Der Einzelbeitrag im Jahr liegt bei 8 Euro, kommt eine weitere Person hinzu, sind es 13 Euro. Jedes weitere Kind wird mit 5 Euro zusätzlich berechnet.

Lindenthal berichtete noch über den Anbau von Topinamburpflanzen an der Stadtmauer, aus deren Knollen sich ein Schnaps brennen lässt. Der Topinamburschnaps, der in Baden-Württemberg bekannt ist, ist auch in Mainbernheim gelungen und wird in Anlehnung an die Herkunft der Knollen als Mauertröpfchen in kleine Flaschen abgefüllt und ergänzt nun die Mainbernheimer Spezialprodukte Silvaner vom Dornberg und die Bärentatzen.

Beim Tagesordnungspunkt Ehrungen hatte der Vorsitzende Lindenthal ein Klagelied angestimmt. Alle Mitglieder, die 45 Jahre Vereinszugehörigkeit auf dem Buckel haben und zu Ehrenmitglieder gemacht werden sollten, waren nicht gekommen. Auch fehlten Mitglieder mit 15, 25 und 40 Jahren Mitgliedschaft.

Ehrungen: Die Stadt Mainbernheim, vertreten durch Bürgermeister Peter Kraus, wurde für 65 Jahre Mitgliedschaft mit der Ehrennadel mit Kranz gewürdigt, desgleichen Kurt Kraus. Peter Dodt ist 40 Jahre dabei, bei Karl Wolf sind es 25, bei Marga Alt 15 Jahre.