Mit den Themen Klimaneutralität und dem Einsatz eines Kliamamangers befasste sich der Umweltausschuss des Wiesentheider Gemeinderates. Dazu trug der Ausschussvorsitzende Harald Godron jeweils Anträge seiner Partei Bündnis 90/Die Grünen vor. Diese beiden Punkte werden auch auf eine Gemeinde wie Wiesentheid zukommen, man solle frühzeitig und rechtzeitig aktiv werden, merkte Godron an.

Notwendig sei dazu eine Fachperson, die sich um die Umsetzung der Vorgaben in Bezug auf Klimaneutralität in der Verwaltung bis 2030 kümmere, so der Antrag. Vor allem mit der sofortigen Schaffung der Stelle eines Klimamanagers hatten die Ausschussmitglieder ihre Schwierigkeiten. Man wisse noch nicht einmal, wohin die Reise gehe beim Thema Energie, da könne man dazu jetzt noch nichts beschließen, wand Ratsmitglied Robert Kaiser (Feuerbacher Liste) ein.

Otto Hünnerkopf (CSU-Pro Wiesentheid) merkte an, dass es bisher lediglich eine Empfehlung für Kommunen sei, eine Stelle als Klimamanager zu schaffen. Ein Beschluss, das zu tun, sei "ein Papiertiger, weil wir das nicht umsetzen können", sagte er mit Blick auf die angestrebten Klimaziele. Das Ganze sei zu komplex.

Zuletzt habe erst der Landkreis eine solche Stelle geschaffen, der auch die Kommunen beraten solle. Hier könne man sich Rat holen. Hünnerkopf schlug als Kompromiss vor, dass der Gemeinderat künftig das Prüfen von Klimaneutralität in seine Entscheidungen mit einbeziehen solle. Der Ausschuss beschloss, diese Empfehlung an das Ratsgremium weiter zu geben.

Förderung prüfen

Zum Thema Klimamanager holte der Vorsitzende Harald Godron weiter aus. Der Ausschuss solle dem Gemeinderat mitgeben, dass dieser mögliche Fördergelder für eine solche Stelle prüfe. Die Gemeinde gebe an anderen Stellen viel Geld aus, wie etwa für eine Toilette an der Kirche oder das Denkmal am Neßtfellplatz. Da sollte auch für diesen Punkt Geld vorhanden sein.

Ausschussmitglied Otto Hünnerkopf rechnete, dass man für einen Klimamanager eine qualifizierte Stelle schaffen müsse. Dazu seien 80 000 bis 100 000 Euro im Jahr an Gehalt fällig. Hünnerkopf empfahl, zunächst die Erfahrungen des Landkreises abzuwarten, anstelle ins kalte Wasser zu springen. Das Thema wurde schließlich vertagt.

Dazu wurde in der Sitzung über den Punkt Ökokonto der Gemeinde gesprochen. Die Fraktion CSU/Pro Wiesentheid hatte das Erstellen eines Katasters beantragt, in dem alle Grünflächen, Hecken, Biotope und so weiter eingetragen sind.

Hier merkte Ludwig Haissig von der Verwaltung an, dass die letzte derartige Erhebung aus dem Jahr 2004 stamme. Der Umweltausschuss legte fest, dass die Verwaltung das Kataster in den nächsten Monaten schrittweise erneuern solle.