„Wir halten die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Schweinfurt und Kitzingen angesichts des stetig steigenden Güter- und Pkw-Verkehrs auf der parallel laufenden Bundesstraße 286 für unbedingt notwendig.“ Dies schreibt Geo-net, die Gerolzhöfer Stadtratsliste, in einer Pressemitteilung. Noch sei es nicht zu spät: Die Strecke sei zwar stillgelegt, aber nicht entwidmet. Somit könne eine Reaktivierung jederzeit wieder stattfinden.

Auch die bereits beschlossenen Ausbaumaßnahmen mit Überholstreifen auf der Bundesstraße 286 würden demzufolge die Probleme nicht lösen. Güter müssten teilweise auf die Schiene verlagert werden. Dazu seien auch in ländlichen Regionen Bahnstrecken erforderlich.

Nach Ansicht von Geo-net können die Bahn in der Region etwa für Güterverkehre, zum Beispiel zum zukünftigen Schaeffler-Logistikzentrum in Kitzingen genutzt werden. Ebenso für einen regelmäßigen getakteten Personenverkehr mit Anschlüssen in Schweinfurt nach Würzburg, Bamberg und Erfurt und im Falle eines Neuanschlusses der Bahnstrecke in Iphofen in die Metropolregion Nürnberg.

Es sei Aufgabe der Bundes- und Landespolitik hier grundsätzlich die Weichen zu stellen. Im konkreten Fall, der Bahnstrecke Schweinfurt-Kitzingen, müssten sich aber auch die örtlichen Landräte, Bürgermeister sowie Stadt- und Gemeinderäte für eine Reaktivierung einsetzen. Hier fehle leider bisher das Engagement der meisten Betroffenen, schreibt Geo-net.

Gute Verkehrsanbindungen auf der Schiene fördern die Entwicklung der Region, so Geo-net. Die Stadt Gerolzhofen als Wohn- und Wirtschaftsstandort dürfe sich diese Chancen nicht nehmen lassen. Deshalb werde man sich weiter für die Strecke einsetzen, heißt es.

Zunächst wird sich geo-net an einer Informationsveranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen am Freitag, 6. Mai, um 19.30 Uhr, in Gerolzhofen beteiligen. Dort will der Pressemitteilung zufolge auch Markus Blum, Inhaber des Gewerbeparks in Kitzingen, seine Vorstellungen hinsichtlich der Zukunft der Bahnstrecke erläutern.