Die Casteller und vor allem auch die Bürger aus dem Ortsteil Wüstenfelden werden sich wohl noch ein Weilchen gedulden müssen, bis die Ortsdurchfahrt in Castell wieder für den Durchgangsverkehr frei ist. „Ein genauer Termin steht noch nicht fest, aber ich rechne damit, dass es noch vier Wochen dauern wird“, sagte Bürgermeister Jochen Kramer auf Anfrage zum Stand des Ausbaus der Wüstenfeldener Straße.

Bei der Dorferneuerung wurde im Juli auch mit der Erneuerung der Wüstenfeldener Straße begonnen, wo die Versorgungsleitungen samt Unterbau ausgetauscht wurden. Von der Einfahrt zum Rathaus an bis zum Ortsausgang nach Wüstenfelden wurde aufgegraben. Die Baustelle zog sich länger hin. Das als Fertigstellung anvisierte Datum (Jahresende 2014) konnte trotz des lange ausbleibenden Winters nicht eingehalten werden. „Die Arbeiten haben sich als langwieriger und schwieriger herausgestellt, als zunächst angenommen wurde“, so Kramer. Außerdem sei die Baufirma oft nur mit drei Arbeitern, statt der zunächst vorgesehenen sechs auf der Baustelle gewesen.

Auf der Wüstenfeldener Straße fehlt nur noch die Deckschicht und es sind noch Angleichungen zu erledigen. Dagegen wird momentan an der Bergstraße, dem steilen Sträßchen an der Bäckerei Klein samt der Einfahrt zur Wüstenfeldener Straße gearbeitet. Gegenüber der Kreuzung bereitete eine marode Mauer zu einem Grundstück Sorgen. Sie sei einst von der Gemeinde auf Privatgrund errichtet worden, sagte Bürgermeister Kramer. Um das Problem zu lösen, musste eine weitere Mauer aus Beton zum Abstützen vorgebaut werden.

Bei der Ortsdurchfahrt trägt der Landkreis die Kosten für den Ausbau. Veranschlagt sind 300 000 Euro. Die Randbereiche sind Gemeindesache und laufen teils über das Budget der Dorferneuerung. Zusätzlich werden Anliegerbeiträge fällig, die sich nach Abzug der Zuwendungen und des Gemeindeanteils errechnen. Zu diesem, wie auch zu anderen Themen, wird Bürgermeister Kramer in den Bürgerversammlungen in Castell (23. März), Greuth (24. März) und Wüstenfelden (25. März) Auskunft geben.