Das ehemalige Wiesenbronner Lehrerwohnhaus erhält ein neues Gesicht. In der Ratssitzung am Dienstagabend gab Bürgermeister Volkhard Warmdt bekannt, dass neue Fenster ein- und die Fensterläden abgebaut werden, "der Auftrag ist schon vergeben". Die Fenster hätten im Laufe der Jahre sehr gelitten "und neue Fenster bedeuten auch eine energetische Aufwertung", so Warmdt.

Dorfplaner Tom Buchholz hatte einen grauen Farbton für die Fenster vorgeschlagen, der vom gesamten Ratsgremium befürwortet wurde. Für einen neuen Anstrich der Außenfassade präsentierte der Bürgermeister eine Animation mit verschiedenen Gelbtönen, die im Rat Zustimmung fanden, aber noch vom Dorfplaner begutachtet werden sollen.

Die Überprüfung von Brücken war eigentlich für 2022 vorgesehen, da aber schon ein Angebot vorliegt, wird sich die Gemeinde damit beschäftigen. Nach Aussage des Bürgermeisters hatte das Ingenieurbüro Auktor darauf aufmerksam gemacht, dass die Gemeinde alle sechs Jahre verpflichtet sei, Brücken zu überprüfen. Es handelt sich dabei in Wiesenbronn um die Querungen des Wiesbachs durch den Steg in der Badersgasse und die Brücken in der Eich- und Leimbachstraße. Es gibt vier weitere Bauwerke, die aber nach Worten des Bürgermeisters nicht der unmittelbaren Prüfpflicht unterliegen.

Warmdt: "Wir bestehen auf einem Radweg entlang der Staatsstraße"

Annette Prechtel regte die Anschaffung einer Handwagenstation mit zwei Transportwägen für den Friedhof an. "Das wäre eine Erleichterung besonders für ältere Mitbürger für den Transport von Pflanzmaterial und Boden und somit eine Aufwertung für den Friedhof". Harald Höhn zeigte sich überzeugt, dass diese Einrichtung gut angenommen werde. Der Rat war ebenfalls dieser Meinung und stimmte geschlossen für die beiden Wägen plus Vorrichtung zum Preis von 815 Euro.

Deutliche Worte sprach Bürgermeister Warmdt zum Bau eines Radwegs zwischen Wiesenbronn und Rüdenhausen. Er verwies auf ein Telefonat mit Vertretern des Bauamts und mit Rüdenhausens Bürgermeister Gerhard Ackermann. "Wir bestehen beide auf einem Radweg entlang der Staatsstraße und wollen beide keine andere Variante, alles andere wäre Blödsinn".

Zum Bau eines Funkturms werde manch Falsches erzählt

Zum Bau eines Funkturms, zu dem die deutsche Funkturm AG einen Antrag gestellt hatte, werde manch Falsches erzählt, so Warmdt. Der Bürgermeister erinnerte an die Vorschläge des Gemeinderates für einen Standort im Gewerbegebiet oder am Sportplatz, die weiter gegeben wurden, "aber die Funkturm AG interessiert das nicht, die wollen so nahe wie möglich an das Feuerwehrgerätehaus". Warmdt betonte, dass in diesem Fall aber nicht die Gemeinde, sondern das Landratsamt der Ansprechpartner sei.

Bekannt gegeben wurde außerdem, dass durch das Regionalbudget verschiedene kleine Projekte genehmigt wurden: die Beschilderung des Weinkunstwegs in Zusammenarbeit mit dem Weinbauverein, der Schutz und die Aufwertung des Steinbruchs und der Austausch des Kühlregals im Krämerladen. Erfolgreich seien auch der Ausbau des Ölabscheiders am Feuerwehrgerätehaus und die Baumpflanzung "Am Königlein" über die Bühne gegangen.