Vor der Sitzung des Großlangheimer Marktgemeinderats am Dienstagabend im Kulturhaus gab es einen kurzen Ortstermin vor der Haustüre. Da stand ein Transportfahrzeug mit großer Ladefläche und ein Modell dieser Art wird in Zukunft die Arbeit der Mitglieder des Bauhofs erleichtern. Auch mit Blick darauf, dass in Zeiten heißer und trockener Sommer das Grün im Dorf des Wassers bedarf und ein Tank dabei sehr hilfreich ist. Der Beschluss für das Fahrzeug wurde für den nichtöffentlichen Teil angekündigt.

Bürgermeister Peter Sterk verwies darauf, dass der Bauhof derzeit einen Traktor für die Waldarbeit und einen für die Arbeit in Dorf und Flur hat und bisher nur einen kleinen "Piaggio, der aber in die Jahre gekommen ist und noch für Spielplätze, Friedhof oder die Schlossruine eingesetzt werden kann". Die Ratsrunde war mit dem präsentierten Modell rundum zufrieden und so dürfte dem Kauf nichts im Wege gestanden haben.

Eltern wurden befragt

Für die neuen Öffnungszeiten im "Haus für Kinder" gab es eine Befragung der Eltern der Kindergarten- und -krippenkinder und auch der Eltern, deren Kinder neu im Kindergarten aufgenommen werden. Aufgrund dieser Befragung und nach Rücksprache mit Verantwortlichen und den Vorstandsmitgliedern des Elternbeirates habe man sich auf die Öffnungszeit von 7.30 bis 14.15 Uhr für die Kinderkrippe (bisher bis 15.15 Uhr) und von 7.15 bis 15.15 Uhr für den Kindergarten (bisher bis 16.15 Uhr) geeinigt, berichtete der Bürgermeister. Das Kindergartenende um 15.15 Uhr sei dabei vom überwiegenden Teil der Eltern angekreuzt worden "und die Befragungsvorlage wurde allen Eltern angeboten". Aus dem Rat wurde der Wunsch geäußert, die Befragung nach Möglichkeit etwas eher anzusetzen.

Weitere Bauarbeiten im "Haus für Kinder" gehen voran und im Rat wurde der Beschluss zur Einstellung einer Erzieherin gefasst, während man noch auf der Suche nach einer Kinderpflegerin ist, "eine entsprechende Ausbildung ist da notwendig".

Zur Verkehrssituation und zu ersten Erkenntnissen nach dem Aufstellen von Schildern zur freiwilligen Reduzierung der Geschwindigkeit im Ort auf 40 Stundenkilometer äußerte der Bürgermeister, dass nach wie vor die Verkehrsbelastung noch höher sei, wenn die Autobahn gesperrt ist. Wegen dieser Belastung habe es auch Rücksprache mit der Landrätin mit dem Ergebnis gegeben, dass bei einem Ortstermin am 10. oder 11. Oktober geklärt werden soll, ob eine temporäre Begrenzung der Geschwindigkeit möglich sei. Zu diesem Treffen sind Vertreter/innen von Polizei, Straßenbauamt Würzburg, Straßenmeisterei des Landkreises, Sachgebietsleiter/in im Landratsamt und die Landrätin geladen. "Es ist gut, wenn sich da etwas bewegt", meinte der Bürgermeister dazu.

Bewerbung als Modellgemeinde

Nachdem Großlangheim der Initiative "Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeit" beigetreten ist, gebe es auch die Möglichkeit, eine Modellgemeinde zu werden, weshalb man sich bewerben "und abwarten sollte, ob wir genommen werden". Dabei könnte auch in Erfahrung gebracht werden, "wie wir mit dem Verkehr umgehen können".

Am Sonntag, 7. August, findet am See ein "Open-Air-Secondhand-Markt" von 14 bis 16 Uhr vor allem mit Kinderkleidern und Spielsachen statt. Angeboten werden auch Bratwürste und Getränke, der Erlös kommt den Grundschulen von Groß- und Kleinlangheim zugute.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass am Dienstag (2. August) die zweite Besprechung zur Baustelleneinrichtung für den Abwasserkanal zur Kitzinger Kläranlage und für den Lagerplatz für die Baumaterialien an der Kläranlage stattfand, "am 22. August soll es richtig losgehen".

Umleitung für Radweg 

Erneut zur Sprache kam die notwendige Umleitung für den Radweg nach Kitzingen, die über Fröhstockheim und Hoheim führt, da die Gemeinde keine Handhabe für eine andere Trasse habe "und auf der ehemaligen Bahntrasse ist ein Radweg nicht möglich".

Das Equipment der Feuerwehr für Waldbrandeinsätze wurde erweitert, Kostenpunkt: 6800 Euro.

Der Bürgermeister dankte allen mit herzlichen Worten, die beim Weinfest am See mit großem Einsatz zum guten Gelingen beitrugen. Sein Dank galt auch den Anwohnern "und wir müssen überlegen, wie deren Schutz noch zu verbessern ist". Norbert Droll regte an, sich Gedanken zum Parkplatz am Winzerbrunnen zu machen, der oft schon in der Frühe zugeparkt sei. Parkmöglichkeiten könnten auch beim Ortstermin im Oktober zur Sprache kommen, schlug der Bürgermeister vor.