Es ist wohl der größte Geschäftskomplex in Kitzingen seit vielen Jahren, der in den Marshall Heights entstehen soll. Die ehemalige US-Kaserne entwickelt sich zu einem neuen Stadtteil mit am Ende mehr als 3000 Einwohnern. Deshalb will die Immobilienfirma Wittmann, die das Gelände der Ex-Kaserne vermarktet, ein Einkaufszentrum dort bauen und verpachten. Über die Details des Komplexes, der auf mehr als 10 000 Quadratmetern Fläche Lebensmittel- und Drogeriemärkte, Arzt- und Therapiepraxen sowie Dienstleister beheimaten soll, werden wir am Freitag berichten.

Auf der Tagesordnung des Stadtrats am Donnerstag, 12. Dezember, ab 18.15 Uhr steht nun die Aufstellung des Bebauungplans für eine "Nahversorgung Marshall Heights". Dafür soll im Plan ein "Sondergebiet Nahversorgung" festgelegt werden. Dagegen hat Andrea Schmidt (Grüne) einen Eilantrag gestellt, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen. Sie argumentiert, dass "dem gesamten Stadtrat wichtige Informationen" darüber, was auf dem Areal tatsächlich entstehen soll, vorenthalten würden. Insbesondere stört sich Schmidt am Begriff "Nahversorgung", denn aus ihrer Sicht soll "die Tür für ein weitaus größeres Vorhaben geöffnet werden". Der Stadtrat muss über ihren Antrag zu Sitzungsbeginn entscheiden.

Bürgerantrag auf der Tagesordnung

In weiteren Punkten geht es um den Bürgerantrag des Bürgerzentrums Kitzingen zum Verkauf des Gebäudes, um die Erweiterung des Kindergartens Alemannenstraße, die Jugendsozialarbeit an der St.-Hedwig-Schule, die Schülerbeförderung für Schüler ohne Anspruch darauf, die Erweiterung des Rathauses in der Kaiserstraße, den Umbau der Grund- und Mittelschule in der Siedlung, die Generalsanierung der Touristinformation im Nieser-Haus an der Alten Mainbrücke, die Anbindung der Nordtangente an die Staatsstraße 2272 mit dem Neubau eines Kreisels, den Neubau der Schützengesellschaft an der Großlangheimer Straße, Zuschüsse für die Kindergärten, den Antrag des Vereins Aplawia auf finanzielle Unterstützung sowie Anträge aus dem Stadtrat.