Der Rödelseer Gemeinderat billigte den Vorentwurf für die Erschließung des ökologisch-nachhaltigen Baugebietes "Am Schwanberg" einstimmig. Jetzt wird ein detailliertes Leistungsverzeichnis erstellt, das Mitte Juli an interessierte Firmen geschickt wird.

Das Ingenieurbüro Röschert erläuterte dem Gemeinderat die Straßen im Baugebiet. Dabei werde es von West (Kreisverkehr) nach Ost eine Durchgangsstraße geben. Daneben sind auch etliche Stichstraßen vorgesehen. Die Oberflächenentwässerung erfolgt unter anderem in den Grünstreifen. Bei starken Niederschlägen gelangt das Wasser in ein Rohrsystem. Die Baustraße soll auf der Grünfläche zwischen dem Vereinsheim und dem Tartanplatz entstehen. Der Anschluss vom Kreisverkehr wird dann über den Tennisplatz und einem Teil des Tartanplatzes gebaut werden.

Kein Recht auf Nachforderungen bei Preiserhöhungen

Der Gemeinderat hat die Erschließung dem Unternehmen "Kommunales für Bayern" (KFB) übertragen. Dieses kümmert sich unter den Augen des Gemeinderats privatrechtlich um Ausschreibung und die Verträge mit den Firmen. Auf Nachfrage von Gemeinderat Markus Ostwald erläutere der KFB-Geschäftsführer, Robert Rüger, dass die Bauunternehmen, mit denen Verträge geschlossen werden, die Auskömmlichkeit der Preise bestätigen. Im privatrechtlichen Verfahren bestehe kein Recht auf Nachforderungen bei Preiserhöhungen.

Ausgeschrieben werden bei den Kanälen sowohl die Ausführung in Steinzeug als auch in Kunststoff. Für die Pflasterung sollen Musterflächen angelegt werden, schlug Matthias Pröstler vom Ingenieurbüro Röschert vor.

Rüger stellte dem Rat einen Rahmenterminplan vor. Bis 2. August sollten demnach die Angebote eingegangen sein. Theoretischer Baubeginn könnte, wenn alles gut geht, der 12. September sein.

Zustimmung gab es im Gemeinderat zu den Ingenieurverträgen der KFB und dem Ingenieurbüro Röschert. Ebenso billigte der Rat die besonderen Leistungen, die den Wasserrechtsantrag für das Rückhaltebecken betreffen. Die genaueren Untersuchungen für die Bodendenkmäler sind an ein Büro vergeben. Ergebnisse stehen noch aus. Auch für die Baustraße sind Untersuchungen notwendig.

Das Baugebiet ist noch nicht erschlossen, doch ein Bauantrag für ein Wohnhaus lag dem Gemeinderat schon vor. Dieser hatte gleich Anträge auf Befreiung bezüglich der Wandhöhe und Dachform zum Inhalt. Das veranlasste Gemeinderat Markus Ostwald zu der Feststellung, dass man den jüngst beschlossenen Bebauungsplan an dieser Stelle konkretisieren müsste, sonst gäbe es viele Anträge auf Befreiungen, die den Bürgern zusätzliche Kosten verursachten. Der Bauantrag wurde dann zurückgestellt, jetzt werden die Details geklärt, was am sinnvollsten für Gemeinde und Bauwerber sei.

Liste mit 112 Unterschriften für einen Abenteuerspielplatz

112 Personen haben unterschrieben, die einen Abenteuerspielplatz in unmittelbarer Nähe zum Baugebiet "Am Schwanberg" möchten. Bei der Umgestaltung des TSV-Vereinsgeländes könnte so ein Treffpunkt für Familien gestaltet werden. Nach Ansicht der Unterzeichner könnte ein Abenteuerspielplatz mit Wasserelementen das Gemeinschaftsleben in Rödelsee weiter aufwerten. Bürgermeister-Stellvertreter Bernd Lussert, der die Sitzung leitete, präsentierte dem Gemeinderat die Unterschriftenlisten.

Der Gemeinderat war dem Wunsch nicht abgeneigt. Gemeinderat Ralf Warm wies bei einem Wasserspielplatz aber auf die Folgekosten für die Gemeinde hin. Es müsse Trinkwasser sein, das Wasser müsse gechlort sein und die Anlage müsse gepflegt sein. Zudem sollte kein "Spielplatz von der Stange" entstehen.