Die Planungen für den neuen Wertstoffhof des Landkreises im Technologiepark conneKT sind fast abgeschlossen. Der Bau der Sammelanlage mit Zufahrt von der Panzerstraße aus soll Anfang 2017 beginne und ein Jahr später in Betrieb gehen.

In den Ausschüssen

Die Umsetzung des Beschlusses des Kreistag für einen neuen Wertstoffhof beschäftigt derzeit die Ausschüssen. 2015 hatte die Firma Veolia als langjähriger Betreiber des einzigen Wertstoffhofes des Landkreises in der Richthofenstraße in Kitzingen den bis Ende 2017 laufenden Vertrag gekündigt. Daraufhin hat sich der Kreistag entschieden, einen eigenen Wertstoffhof zu bauen. Er setzte dabei auf mehr Unabhängigkeit, versprach eine erhöhte Entsorgungssicherheit und eine höhere Wiederverwertungsquote. Geschätzte Kosten damals: 2,7 Millionen Euro.

Neuer Standort

Ein Grundstück fand sich 2016 im Gewerbepark auf dem ehemaligen Flugplatzgelände.

Die Vorgabe: Der neue, moderne und bürgerfreundliche Wertstoffhof in zentraler Lage soll eine optimierte Verkehrsführung ebenso bieten wie eine schnellere Abwicklung der Anlieferung und die Ausweitung der Sammelfraktionen, also der Materialien, die angenommen werden.

Daran arbeitet das im Landratsamt zuständige Sachgebiet derzeit. Im Umwelt- und im Kreisausschuss stellte Sachgebietsleiter Philipp Kuhn die Änderungen vor, die mit Inbetriebnahme des neuen Wertstoffhofes greifen sollen und die der Ausschuss abgesegnete.

Das betrifft die Annahme von Bauschutt und belastetem Holz ebenso wie d

Änderungen

Die Annahme von Altreifen (nur noch gegen Gebühr) oder Sperrabfall, bei dem auch ab 2018 nach wie vor zweimal fünf Kubikmeter abgeholt werden sollen und zusätzlich drei Kubikmeter angeliefert werden können.

Zusätzlich laufen derzeit Überlegungen, weitere „Abfallfraktonen“ wie etwa Hartkunststoff (Wäschekörbe, Spielzeug) , Altkleider und -schuhe sowie Metalle anzunehmen. Platz genug ist vorhanden. ysowei dies ökologisch und ökonomisch sinnvill ist, bekam die Verwaltung grünes Licht.

Das gilt auch für einen Änderung der die Öffnungszeiten. Vor allem an Samstagen soll zwei Stunden länger (bisher 13 Uhr) geöffnet sein, um den Ansturm am Wochenende zu entzerren. Änderungen soll es auch bei den zweimal jährlich statt findenden Kunststofffolien Sammlungen (weniger Erfassungsstellen) gegeben, die vor allem von Landwirten genutzt wird. Die Problemmüllsammlung soll künftig nur noch an 16 statt an 32 Sammeltagen angeboten werden. Dafür wird es aber weiter möglich sein. Problemabfall in Haushaltsüblichen Mengen auch im neuen Wertstoffhof währen der Öffnungszeiten abzugeben.

Landkreis übernimmt 2021

Geklärt ist auch die Frage, wer wann den neuen Wertstoffhof betreiben soll. Der Vorschlag der SDP-Fraktion, dass der Landkreis den Betrieb gleich zum Start im Jahr 2018 übernimmt, scheitert an den personellen Voraussetzungen. Wie Landrätin Tamara Bischof sagte, sind für einen Eigenbetrieb Fachkenntnisse und Qualifikation nötig, die erst aufgebaut werden müssen. Ihr Vorschlag, den Betrieb für die ersten drei Jahr an einen privates Unternehmen vergeben und den Einstig in das Eigenunternehmen für 2021 vorzubereiten, fand die Mehrheit. „ Die Argumente werden akzeptiert“, sagte Robert Finster für die SPD-Fraktion.

Ausschreibung

Damit wird es im nächsten Jahr eine europaweite Ausschreibung geben. Auch wenn der Zeitrahmen vor drei Jahren nicht unbedingt der attraktivste sein dürfte, geht Sachgebietsleiter Kuhn davon, dass es genügende Interessenten geben wird.

Die endgültige Entscheidung, wie der Betrieb in Zukunft aussehen wird, wird der Kreistag fälle, wenn belastbare Zahlen auf dem Tisch liegen.