Die Gemeinde Geiselwind hat nun den Neubau des Kindergartens mit Kinderkrippe auch offiziell an ein Planungsbüro in Auftrag gegeben. In der Sitzung des Gemeinderats informierte Bürgermeister Ernst Nickel das Gremium, dass das Ingenieurbüro Brändlein in Wiesentheid den Zuschlag erhalten hat.

Das Projekt, bei dem die Planer mit Kosten von rund 2,8 Millionen Euro kalkulieren, musste entsprechend der gesetzlichen Vorgabe nach der Vergabeordnung ausgeschrieben werden. Das ist laut Gesetz erforderlich, sobald das Honorar des Planer eine Summe von 214 000 Euro überschreitet.

Der Bauantrag für den Kindergarten ist längst vom Rat abgesegnet, er wurde bereits im Februar bei der zuständigen Behörde eingereicht. Die Gemeinde möchte das neue Gebäude, das auf einer Fläche zwischen dem bisherigen und der daneben liegenden Schule entstehen wird, bis September 2022 fertig stellen.

Träger wird das Bayerische Rote Kreuz sein

Drei Kindergartengruppe, sowie zwei Krippengruppen, sollen darin Platz finden. Die Gemeinde musste handeln, nachdem im vergangenen Jahr ein erhöhter Platzbedarf von der Regierung festgestellt wurde. Träger der neuen Einrichtung wird das Bayerische Rote Kreuz sein. Der bestehende Kindergarten St. Burkhard hat als Träger die Katholische Kirchenstiftung. Das dortige Gebäude mit 75 Plätzen im Hort und 24 in der Krippe wird von der Kirche saniert.

Für das neu zu bauende Haus hatten drei Planungsbüros Angebote abgegeben, die den baulichen Teil umfassen. Dabei hatte das Büro Brändlein das wirtschaftlichste abgegeben. Zudem habe die Jury, so Bürgermeister Nickel, dieses auch beim wesentlichen Punkt der Qualität vorne gesehen. Weiter kam hinzu, dass die Planer bereits Erfahrungen im Bereich Holzständerbauweise vorweisen konnten. Diese Variante wurde in Geiselwind gewählt.

Auf dem Hartplatz entsteht der neue Kindergarten

Im Zusammenhang mit dem Neubau wollte Gemeinderätin Margot Burger wissen, wie es mit dem Hartplatz der Schule weiter gehe. Sie fragte, ob die Gemeinde zusichern könne, dass ab September ein solcher zur Verfügung stehe. Die Kinder hätten sonst keine Möglichkeit, sich im Freien zu bewegen. Zudem sei eine derartige Fläche zum Betreiben einer Grundschule vorgeschrieben, so Burger.

Auf dem Hartplatz entsteht der neue Kindergarten. Bürgermeister Nickel antwortete, dass man in dieser Sache mit der Regierung und der Schulleitung gesprochen habe. Er verwies auf die ebenso angrenzenden Sportplätze des TSV, zudem gebe es noch ein Zwischenstück als Freifläche.

Der Bau eines Hartplatzes sei angestrebt, er lasse sich jedoch nicht auf die Schnelle verwirklichen, so der Bürgermeister. „Diese Schule wird nicht untergehen, wenn sie ein paar Monate keinen Hartplatz hat“, hielt er entgegen.