„Miteinander Kirche sein“ unter diesem Motto trafen sich 127 Kirchenvorsteher einschließlich Pfarrer des evangelischen Dekanats Kitzingen zur Dekanatssynode im Paul-Eber-Haus, um einen neuen Dekanatsausschuss für die nächsten sechs Jahre zu wählen.

Er setzt sich zusammen aus den zehn ehrenamtlichen Mitgliedern Dieter Brückner und Jonas Schneider (Präsidium), Elli Stühler, Sabine Taub, Ursula Sattes, Edith Fink-Ziegler, Andrea Saueracker, Werner Zürlein, Nina Hahn und Christian Kern, sowie den sieben ordinierten Mitgliedern Pfarrerinnen Doris Bromberger und Raffaela Meiser, Pfarrer Paul Häberlein, Simon Gahr und Peter Stier sowie Dekan Hanspeter Kern und seinem Stellvertreter Michael Bausenwein.

Gottesdienste anders gestalten

Zum Thema „PUK – Profil und Konzentration“, schärfte Dekan Hanspeter Kern das Bewusstsein der Kirchenvorstände für ihre neuen Aufgaben. Dabei ging es um unausweichliche Erwartungen und Ansprüche an Kirche und Dekanat: „Es lohnt sich, die Kirche im Dorf zu lassen und nicht alles zu machen, aber konzentriert“, schlug der Dekan vor. In zwölf Arbeitsgruppen ging es dann unter anderem um die Frage, wo der Schuh drückt und wie Menschen mit Perspektiven und konkreten Schritten mit ihren heutigen Lebensfragen einen einfachen Zugang zur Liebe Gottes finden können.

Gesprochen wurde auch über die Gestaltung der Gottesdienste. Alle klagten über weniger Besuch, hätten aber nicht den Mut, Gottesdienste als etwas Besonderes zu gestalten, so die Meinung. Geistliche Gemeinschaft leben heißt heute verschiedenste Gottesdienstformen mit weniger Quantität, dafür liebevoll gestaltet. Auch mehr Themengottesdienste, eventuell auch zusammen mit anderen Veranstaltern oder Vereinen, wären eine Möglichkeit. Die Gemeinde muss nicht zum Gottesdienst, sondern der Gottesdienst muss zur Gemeinde, waren sich alle einig. Bewährt hätten sich auch Nachbarschafts- und zunehmend ökumenische Gottesdienste. Erfolgsfaktoren sind die Menschen vor Ort und die Pfarrer und Pfarrerinnen, die Türen zur Lösung der Probleme öffnen.

Ehrenamtliche Strukturen für die christliche Bildung

Allen war klar, dass die ehrenamtlichen Strukturen für christliche und soziale Bildung immer wichtiger werden. Christliche Bildung beginne bereits in den Kitas, in den Schulen und gehe weiter im Konfirmandenunterricht und beim beliebten „Konfitag“. Auch über nachhaltiges und gerechtes Haushalten wurde gesprochen. Es wird konkret beim Planen kirchlicher Ressourcen, es ist offen für Neues und Kreatives und sorgt für eine ethisch verantwortliche Anlage kirchlicher Gelder. 

Während der Stimmenauszählung lies Dekanatskantor Martin Blaufelder ein sehr erfolgreiches Jahr seiner vier Chöre Revue passieren. Dabei waren das Projekt  Mass for Peace“von Carl Jenkins mit der Kantorei und dem Gesang eines Muezzins und das 111-jährige Posaunenchorjubiläum die Höhepunkte. Das Freizeitenwerk der Evangelischen Jugend im Dekanat führte insgesamt acht Freizeiten mit 374 Kindern und Jugendlichen durch, berichtete der Dekanatsjugendreferent Klaus Raab.