Die Dorferneuerung ist in Castell weit vorangeschritten. Ein Gebiet, das noch für eine Verbesserung ansteht, ist der Bereich vom Rathausplatz bis etwa zum Bistro Kniebrecher, direkt am steilen Anstieg im Ort. Bei einer ersten Versammlung der Anlieger wurde unter anderem angeregt, am Kniebrecher einen neuen Brunnen zu gestalten und den bisherigen nach oben zu versetzen, teilte Bürgermeister Jochen Kramer im Gemeinderat mit.

Das Ortsoberhaupt stellte in der Gemeinderatssitzung am Montag einige Anregungen und Ideen vor. Zum einen soll der Platz vor dem Rathaus verändert werden, auch die steile Treppe zum Gebäude könnte mit einer Podest-Treppe mit Geländer zumindest an einer Seite entschärft werden.

Zum anderen wurde das Projekt Brunnen aufgeworfen. Manche, sagte Kramer, sähen gerne einen größeren Brunnen an Stelle des bisherigen vor dem Bistro Kniebrecher. Die Wasserstelle könnte den Abschluss der gesamten Dorferneuerung bilden, wurde vorgeschlagen.

Der bisherige Brunnen, dort erst 2003 errichtet, fände dann seinen Platz im so genannten Schutz, einer Grünfläche zwischen dem Archiv des Fürstenhauses und der Castell-Bank.

Im Schutz ließen sich außerdem Grünanlagen und Sitzmöglichkeiten einrichten, hieß es. Der Bürgermeister trug einige weitere Punkte aus der Sitzung vor, über die sich manche Gemeinderäte wunderten. „Das sind erste Gedanken. Manches mag vielleicht als etwas übertrieben wirken, aber es ist erst ein Anfang“, relativierte es Kramer. Kreativität schade nie, manche Vorschläge könne man weiter entwickeln.

Allerdings merkte Kramer an, dass insgesamt nur noch etwa 330 000 Euro aus dem Förderprogramm zur Verfügung stünden. Als nächstes Projekt sei 2017 die Bushaltestelle im Herrengarten vorgesehen.