Castell

Neue Wege beim neuen Casteller Baugebiet? Finanzierung könnte extern laufen

Finanziert die Gemeinde Castell ihre geplante Erweiterung des Baugebiets "Schupfäcker" über eine externe Gesellschaft? In ihrer Sitzung ließen sich die Casteller Gemeinderäte um Bürgermeister Christian Hähnlein darüber informieren. Mit Matthias Henfling erläuterte ein Mitarbeiter des Unternehmens "Bayerngrund Grundstücksbeschaffungs- und Erschließungs-GmbH" das Modell.
Die Gemeinde Castell will im Anschluss an das Wohngebiet Schupfäcker im Westen weitere Bauflächen ausweisen. Foto: Andreas Stöckinger
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Finanziert die Gemeinde Castell ihre geplante Erweiterung des Baugebiets "Schupfäcker" über eine externe Gesellschaft? In ihrer Sitzung ließen sich die Casteller Gemeinderäte um Bürgermeister Christian Hähnlein darüber informieren. Mit Matthias Henfling erläuterte ein Mitarbeiter des Unternehmens "Bayerngrund Grundstücksbeschaffungs- und Erschließungs-GmbH" das Modell.

In Castell sind 15 bis 20 weitere Bauplätze angedacht, der Gesamtwert der Investition läge bei etwa 1,2 Millionen Euro, rechnete der Fachmann vor. Die Bayerngrund biete als Erschließungsträger eine Finanzierung außerhalb des Haushalts der jeweiligen Gemeinde. Bürgermeister Hähnlein nannte dies eine Alternative, über die man diskutieren sollte.

Die Gesellschaft gehört zur Hälfte der Bayerischen Landesbank sowie zu je 25 Prozent dem Freistaat Bayern und der Bayerischen Ärzteversorgung. Vereinfacht gesagt, hat die Gesellschaft den Vorteil, dass eine Vergabe von Aufträgen auch über das Privatrecht möglich ist. Man könne auch die Finanzierung übernehmen, so Henfling. "Wir sind Dienstleister, kein Investor", stellte er heraus. Die Gemeindevertreterinnen und Vertreter informierten sich umfangreich und stellten einige Fragen.

Auch Fotovoltaik als größeres Thema im Gemeinderat

Außerdem stand das Thema Fotovoltaik auf Freiflächen an. In Castell genehmigte der Gemeinderat zuletzt vier Anlagen, die insgesamt eine Fläche von 65 Hektar ausmachen. Die entsprechenden Änderungen der Pläne sind in die Wege geleitet. Eine Anlage soll auf der rund 31 Hektar umfassenden Fläche in Richtung des Trautbergs entstehen. Der dafür künftig geltende Bebauungsplan Bernbuch wurde erstmals von den Planern vorgestellt. Die Gemeindevertreter hatten einige Anregungen für Änderungen, die die Planer einarbeiten wollen. Im Herbst soll der Vorentwurf dem Gemeinderat vorgelegt werden.

Außerdem fasst der Gemeinderat einstimmig den Beschluss zur Aufstellung des Bebbaungsplanes "Kleine Läng" in Greuth. Auf einer Fläche im Nordwesten des Ortsteil entsteht ebenso eine Fotovoltaikanlage auf einer Freifläche. Rund neun Hektar umfasst das Gebiet.

In der Sitzung informierte Bürgermeister Hähnlein außerdem über die im Zuge der Dorferneuerung noch laufenden Arbeiten rund um den Schutz in Castell. So plätschert nun bereits der neue Brunnen vor dem Bistro. Auf der Grünfläche weiter zum Ort hin sind noch kleinere Restarbeiten zu erledigen. Als Termin für ein Abschlussfest der Dorferneuerung plane die Gemeinde etwa Mitte September, so Hähnlein.

Ob und wie es im Anschluss in Greuth und Wüstenfelden weiter gehe, wie eigentlich gedacht, wollte Ratsmitglied Manuel Kaul wissen. Einige der dort bereits 2017 gemachten Überlegungen seien wohl nicht mehr realisierbar, gab er zu bedenken. Bürgermeister Hähnlein meinte, dass dazu eine Zusammenkunft mit den Greutherinnen und Greuthern notwendig sei.

Zu Beginn der Ratssitzung wurde Paul Weid geehrt. Er scheidet nach 53 Jahren als Siebener im Ortsteil Wüstenfelden aus. Für ihn wurde sein Sohn Manfred als neues Mitglied der Feldgeschworenen vereidigt.