Ein Auf und Ab gibt es bei den neuen Wassergebühren des Marktes Großlangheim. Während der Preis beim Trinkwasser sinkt, muss er beim Abwasser angehoben werden. Bürgermeister Peter Sterk machte in der jüngsten Ratssitzung im Kulturhaus die Zahlen des Zeitraums von 2016 bis 2019 bekannt, da für die Kalkulation vier Jahre herangezogen werden. Im Durchschnitt kaufte die Gemeinde etwa 80 000 Kubikmeter pro Jahr ein. Die entsprechende Kalkulation wurde vom Kommunalberatungsbüro Schulte/Röder durchgeführt und ergab, dass der Preis für das Trinkwasser von 2,20 auf 2,07 Euro pro Kubikmeter ab 1. Januar 2020 gesenkt werden kann, was einstimmig beschlossen wurde.

Gestiegene Kosten bei der Abwasserentsorgung und die dadurch entstandene Unterdeckung sind die Ursachen dafür, dass dieser Preissektor angehoben werden muss. Dazu kommen auch noch Kosten für die Sanierung von Regenrückhaltebecken und für die Kläranlage. Im Endeffekt muss der Abwasserpreis, der sich aus dem Schmutzwasser und dem Niederschlagswasser auf den Grundstücken zusammensetzt, von 94 Cent auf 1,37 Euro pro Kubikmeter ab 1. Januar 2021 angehoben werden, was ebenfalls einstimmig beschlossen wurde. Noch in den Sternen steht die Finanzierung des geplanten Abwasserkanals zur Kitzinger Kläranlage, die nach Beiträgen für die Grundstücksfläche oder nach den Gebühren für das Abwasser erfolgen könnte. "Wir werden darüber reden, wenn es soweit ist", kündigte der Bürgermeister an.

Gemeinde sponsert die Nachwuchsarbeit in den Vereinen

Wie in den vergangenen Jahren sponsert die Gemeinde die Nachwuchsarbeit in den Vereinen mit fünf Euro pro Kopf. Der Turnverein erhält somit 965 Euro, das Jugendrotkreuz 35, die Feuerwehr 120, der Fußballclub 150, der Kleintierzuchtverein 70, der junge Franken Clubb 25, der Gartenbauverein 95, der Kinderchor des Gesangvereins 265 , der Reitclub 195, der Neue Keller 10 und der Schützenverein 35 Euro.

Diskutiert wurde über eine eventuelle E-Ladestation für Autos in Großlangheim. Bürgermeister Sterk hat dazu auch schon Angebote erhalten. Die Mehrheit des Rates scheint von dieser Einrichtung nicht viel zu halten, da nach Meinung einiger Ratsmitglieder die Gemeinde zwar die Vorkehrungen treffen müsste, "aber dann von der Landestation nichts hätte", wie ein Kommentar lautete. Abgeschlossen ist das Thema nicht, der Bürgermeister forderte dazu auf, sich Gedanken zu diesem Thema zu machen.

Weg zur Kleintierzuchtanlage voller Hundehaufen

Sterk berichtete von den Sitzungen des Dorfschätzeverbundes, dass die Gemeinde Großlangheim von der Problematik eines Hochwasserschutzkonzepts so gut wie nicht betroffen sei und ein Kernwegekonzept für die Weinberge noch auf die Tagesordnung künftiger Sitzungen komme. Begrüßt werde nach wie vor das Regionalbudget, da es Zuschüsse für Vorhaben von Vereinen bringen könne. Zum Thema "Luftfilter" sagte der Bürgermeister, dass diese für Schule und Kindergarten wegen der Fenstergröße nicht gefördert würden, dagegen gebe es Zuschüsse für CO2-Messgeräte für den Kindergarten, die dann nach den Farbskalen grün-gelb-rot die notwendige Lüftung verursachen würden. Zum Fortgang der Arbeiten im Erweiterungsbau des Hauses für Kinder, zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich, dass trotz Verzögerungen wegen Corona die Arbeiten möglichst zügig weiter geführt werden. Bekanntgegeben wurde, dass am VG-Gebäude ein Schaukasten für die Sitzungsprotokolle angebracht wird.

Mit einem unerfreulichen Thema endete der öffentliche Teil der Sitzung. "Es wird immer schlimmer mit dem Hundekot", beklagte ein Ratsmitglied. Als Beispiel wurde der Weg zur Kleintierzuchtanlage genannt, der voller Hundehaufen sei. Etliche Ratsmitglieder monierten, dass zwar mehr Hundetoiletten aufgestellt wurden, die meisten Hundehalter sich aber nicht an diese Vorgabe halten würden. Der Bürgermeister richtete einen erneuten Appell an die Hundebesitzer, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entsorgen.