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Kitzingen

Neue Umweltmesse soll Martini-Sonntag stärken

Die Stadt gründet mit dem Stadtmarketingverein eine neue Messe, will Bürgern aus dem Steigweg helfen und Gebäude am Galgenwasen sanieren.
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Noch mehr Besucher als bisher soll eine neue Tier-, Umwelt- und Naturschutz-Messe am Martini-Sonntag in die Stadt Kitzingen bringen. Foto: Helmut Beer

Mehrere Anträge der Parteien fanden in der jüngsten Stadtratssitzung in Kitzingen Gehör bei der Mehrheit. Uwe Hartmann (Bayernpartei) war gleich zwei Mal erfolgreich. Große Zustimmung fand sein Vorschlag, am Martini-Sonntag eine Messe für Tier- Umwelt- und Naturschutz (T.U.N.) zu veranstalten. Das stärke den verkaufsoffenen Sonntag in der Stadt und zugleich das Bewusstsein der Bürger für Tier- und Umweltschutz. Hartmann schwebt vor, dass sich Anbieter zu diesem Thema aus der Region in Kitzingen präsentieren. Als Veranstaltungsort schlug er das Dekanatszentrum vor. 

Hartmann hatte den Stadtmarketingverein als Mitorganisator und Mitfinanzierer gewinnen können. Der Verein zahlt 1500 Euro für Saalmiete und Werbemittel, wenn sich die Stadt in gleicher Höhe beteiligt. Nur die beiden KIK-Vertreter stimmten dagegen. Alle anderen unterstützten Hartmanns Idee. Ob die Messe wegen Corona schon heuer stattfinden kann, ist noch ungewiss.

Sogar einstimmigen Erfolg konnte Hartmann bei seinem zweiten Antrag verbuchen. Er schlug vor, Fassaden- und Dachbegrünung in das kommunale Förderprogramm der Stadt aufzunehmen. Die Stadt wird auf seinen Antrag hin, Hausbesitzer im Sanierungsgebiet der Altstadt mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützen, wenn sie eine Begrünung an ihrem Haus anbringen.

Bis die entsprechende Satzung überarbeitet ist, dauert es aber noch. Somit können Anträge noch nicht gleich gestellt werden. Ausgenommen davon sind denkmalgeschützte Gebäude, denn auf ihnen ist eine Dach- oder Fassadenbegrünung nicht gestattet.

Klappernde Kanaldeckel

Ernst nehmen will Oberbürgermeister Stefan Güntner den Antrag von Bürgern aus dem Steigweg. Sie beschweren sich über klappernde Kanaldeckel und andere Unebenheiten in der Straße und folglich den Lärm der darüberfahrenden Fahrzeuge. Er will aber noch Daten sammeln, bevor er einen Lösungsvorschlag erarbeiten lässt. Abhilfe schaffen will er auch in Sachen Falschabbieger in der Straße Zum Oberbäumle. Eventuell könnte ein großes Schild mit dem Hinweis auf den Innopark dafür sorgen, dass Laster nicht fälschlich in die Wohnstraße abbiegen.

Was im Aqua-Sole-Bad offen ist, erklärte Güntner auf Anfrage. Wegen des Sommers habe in Corona-Zeiten das Freibad Priorität bei der Öffnung, während das Hallenbad saniert wird. Die Sauna stehe dagegen nicht an erster Stelle, sagte der OB.

Die städtischen Wohnungen am Galgenwasen werden in einfacher Form saniert, die Häuser selbst teils auch von außen. Der Stadtrat stimmte dem zu. Die Kosten pro Wohnung betragen je nach Ausstattung und Gebäude durchschnittlich zwischen 35 000 und 37 700 Euro.