Ihre Stimme hat Gewicht, auch wenn sie nicht mit abstimmen dürfen im Stadtrat: Volkachs Ortssprecher erfüllen eine wichtige Funktion, wie sich bereits in der Vergangenheit bei den Sitzungen gezeigt hat. Zehn Stadtteile gilt es zu vertreten und damit die Interessen von insgesamt über 4000 Einwohnern. Die restlichen rund 5000 leben im Volkacher Stadtgebiet. Damit auch die Kleinen wie Köhler mit seinen 40 Einwohnern Gehör finden, haben diese nun mit Verspätung ihre Sprecher bestimmt. Die Wahlen hatten sich Corona-bedingt auf Anfang August verschoben. Nun konnten diese am Dorfplatz, in der Kirche, im Gasthaus und Biergarten nachgeholt werden.

Den Stadtteil Dimbach vertritt nun Rene Bauer (26 Jahre), Michael Sauer (48) bleibt Ortssprecher Köhlers. Er macht das Ehrenamt bereits seit 2008, ebenso wie Dieter Söllner (68) in Krautheim. Neu im Amt ist in Gaibach Hans-Jürgen Linke (58). Bei der Einführung im Ferienausschuss am Montagabend im Volkacher Schelfenhaus fehlte urlaubsbedingt nur Eichfelds neuer Ortssprecher Patrick Fischer (33).

Beraten und Anträge stellen

Dessen Kollegen begrüßte zweiter Bürgermeister Udo Gebert (FWG) und wies sie unter anderem auf ihre Verschwiegenheitspflicht hin. Ortssprecher können an allen Sitzungen des Stadtrats und der Ausschüsse mit beratender Stimme teilnehmen und Anträge stellen.

Die weiteren Volkacher Stadtteile repräsentieren gewählte Stadtratsmitglieder als Ortsbeauftragte: Jochen Flammersberger (Bürgerliste) in Astheim, Uwe Koßner (CSU) in Fahr, Gerlinde Martin (CSU) in Obervolkach und Herbert Römmelt (FWG) in Escherndorf. Damit hat nur Rimbach noch keinen Sprecher im Volkacher Stadtrat. Der Ortsteil hatte die nötigen Unterschriften noch nicht beisammen, um die Wahl einzuleiten.