Dass den Nenzenheimer Ortsburschen und -madli wieder einige Schelmenstücke und kuriose Ereignisse zugetragen wurden, erlebten am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein die zahlreichen Gäste, die den Kirchweih-Umzug verfolgten.

Manchmal braucht es auch etwas Fantasie und Witz, um vermeintlich trockene "Gschichtli" etwas aufzumotzen. Die Wagenbauerinnen und Wagenbauer haben wieder ganze Arbeit geleistet. So stellten zwei Nachwuchs-Burschen die Szene rund um das verzweifelte Herrchen und den cool auf seinem Traktor wartenden und dabei rauchenden Winzer nach, unter dessen Reifen sich der Hund im Weinberg versteckt hatte und partout nicht mehr vorkommen wollte.

Auf einem anderen Wagen waren zwei "Ortsmadli" der nächsten Generation zu sehen, die einen Besuch zweier Nenzenheimer auf der Weinparadiesscheune nachstellten, bei dem die Männer versuchten, die Zeche auf einen anderen Namen aufschreiben zu lassen und dabei die Rechnung ohne die gewitzte Bedienung gemacht hatten, die den Schwindel auffliegen ließ.

Das Biberfell, das ein Hasenfell war

Ortsburschen-Vorsitzender Patrick Bach und seine frisch gebackene Stellvertretende Amelie Eisen – übrigens die erste Frau im Vorstandsamt des Traditionsvereins – lasen dann vom Weinbauvereins-Wagen aus wieder die Predigt vor. Da war vom dem immer wieder zu Scherzen aufgelegten Mitbürger die Rede, der ein Hasenfell an seiner Scheune anbrachte, dazu aber ein Schild mit der Aufschrift "Biberfell zu verkaufen". Das wiederum schockierte Tierschützer, die ihm kurzerhand die Polizei vorbei schickten, die den Spaß dann aber auflösen konnte.

Gerade noch glimpflich ausgegangen ist die Autofahrt eines Nenzenheimers, der beim Starkregen im Juli die Wassermenge unter der Bahnunterführung an der B8 bei Altmannshausen unterschätzte und die Bodenhaftung verlor. Der Mann konnte von einem aufmerksamen Helfer aus seinem bereits schwimmenden Auto befreit werden.