Die voralpine Landschaft des Allgäus mit seinen sanften bewaldeten grünen Hügel und majestätischen Bergen war für eine Woche das Herbstwanderziel für 38 Teilnehmer der NaturFreunde Kitzingen unter Führung von Barbara Ziegler und Frank Seyfarth. Quartier wurde bezogen im Ferienclub Maierhöfen, gelegen im nördlichen Teil des Argentales. Die erste Wanderung führte uns in die unberührte Natur der Starzlachklamm, die zwischen Grünten und dem Wertacher Hörnle in 1070 m Höhe entspringt. Über rutschigen, unebenen Felsboden und Holzbrücken ging es 4 km vorbei an wildromantischen Felsschluchten und tosenden Wasserfällen. Weitere Rundwanderungen führten uns auf den Kugelalpweg mit typischen Bauernhöfe und Alphütten, durch Streuobstwiesen, mit Besteigung der 1066 m hohen Riedholzer Kugel mit herrlichen Ausblicken auf die Berge der Alpen, sowie den 9 km langen  Rundweg „die untere Argen“, ein Fluss im Voralpenland, der nahezu unverbaut ist. 10 Informationstafel informierten uns über das Flusssystem und seine Lebenswelt. Natürlich durfte auch eine Wanderung zur höchst gelegene Burgruine Deutschlands, den Falkenstein auf 1268 m gelegen,  nicht fehlen. Von Pfronten ging es bergauf mit schönen Blicken ins Tal auf die drei Seen, Weißensee, Hopfensee und Forggensee zur Burgruine. Auf der Aussichtsplattform hatte man einen Rundumblick auf die Allgäuer und Tiroler Berge, ins Pfrontner Tal bis hinüber zum Schloss Neuschwanstein. Auch fuhr man mit der Hochgratbahn von Steibis aus zum Hochgrat, den höchsten Berg im westlichen Allgäu und stieg auf steinigen Wegen hoch zum 1834 m hohen Gipfelkreuz mit grandioser Sicht auf die Bergkulisse und in der Ferne erblickte man den Bodensee. Nun begann der 4 km lange Panorama-Rundwanderweg, dabei mussten 230 Höhenmeter überwunden werden, aber man hatte immer wieder eine herrliche Aussicht auf die Bergwelt. Festes Schuhwerk und Stöcke waren hier gefragt. Ein Naturerlebnis war die Wanderung durch den Eistobel, das schönste Geotop im Westallgäu. Vorbei ging es an rauschenden Wasserfälle bis zu 18 m hoch, Kaskaden, tiefe Strudellöcher, riesige Gesteinsbrocken und bis zu 130 m hohen Felswänden. Bevor man die Heimreise mit dem Bus antrat, wurde noch Isny mit seiner historischen Altstadt und mit einer in weiten Teilen noch existierenden Stadtmauer mit hölzernen Wehrgänge, mit den Stadttoren und Wehrtürmen, die Nikolaikirche, die Barockkirche St. Georg und Jakobus besichtigt. Fazit der Wanderwoche war, dass man herrliche Tage in der Gemeinschaft erlebt hat.

Von: Thea Wolf (Schriftführerin, Naturfreunde Kitzingen)