Der neue Flächennutzungsplan der Gemeinde Castell hat die erste Hürde genommen. In der Sitzung des Gemeinderates trug Susanne Siebenlist vom beauftragten Fachbüro gemeinsam mit Bürgermeister Christian Hähnlein die bei der ersten Auslegung eingegangenen Einwände der Behörden vor. "Grundtenor der Einwände war die Größe der Wohnbauflächen und der Gewerbegebiete. Dann kamen die Einwände wegen der Fotovoltaik", fasste die Planerin zusammen.

Die Gemeinde ist seit Monaten dabei, ihren seit 1985 bestehenden und gültigen Plan für die gesamte Gemeindefläche anzupassen und für die Zukunft auszurichten. Der im Maßstab von 1:5000 gezeichnete Plan wird künftig digital verfügbar sein. Die nun erstellten Unterlagen wurden an insgesamt 43 öffentliche Stellen zur Beurteilung geschickt. Zehn davon äußerten sich in der Frist nicht.

Greuth: Reduzierung von 14 auf 9,5 Hektar

Auch angesichts der Einwände wurden nun die Flächen des angedachten Gewerbegebets im Ortsteil Greuth von zuvor 14 auf nunmehr 9,5 Hektar reduziert. Auch die im Norden des Dorfes angedachten 3,7 Hektar großen Flächen zur Bebauung fallen um gut einen Hektar kleiner aus.

In Castell mussten bei den künftig als Baugebiet anvisierten Bereichen Abstriche gemacht werden. Das Staatliche Bauamt hatte darauf hingewiesen, dass nach wie vor eine Umgehung für den Ort eingezeichnet sei. Die Gemeinde müsste dort für einen Lärmschutz sorgen. Das sei zu aufwändig, deswegen reduziere man die Flächen von rund 13 auf etwa zehn Hektar, so Bürgermeister Hähnlein.

Der Gemeinderat stimmte den Änderungen zu und fasste den Beschluss zur zweiten Auslegung. Danach gehen die Unterlagen noch einmal an die Behörden, die so genannten Träger öffentlicher Belange. Kommen auch da keine weiteren Einwände, kann der Flächennutzungsplan in Kraft treten. Das dürfte frühestens Ende diesen Jahres sein.