Erneut befasste sich der Stadtrat Prichsenstadt mit einem Antrag des Unternehmers Alexander Wehr auf eine Nutzungsänderung einer Holzlagerhalle in eine Lagerhalle im Ortsteil Altenschönbach. Es handelt sich um das Areal der schon seit Jahren nicht mehr existierenden Schreinerei Eberlein im Gewerbegebiet, und dieser Gebäudekomplex stand schon mehrfach auf der Tagesordnung des Rates. Zuletzt hatte Wehr im November einen Bauantrag auf eine Umnutzung gestellt, die jedoch abgelehnt worden war: die Erschließung über einen forst- und landwirtschaftlichen Weg östlich des Geländes mit einer Zufahrtsbreite von 13,50 Metern. Das war dem Rat zu breit wegen der Bepflanzung der Grundstücksgrenze, außerdem ist dieser Zufahrtweg für Schwerlastverkehr nicht ausgelegt.

Jetzt hatte Wehr einen geänderten Plan eingereicht. Der sieht vor, dass die Zufahrt nun im nördlichen Bereich liegen soll, und dafür ist eine komplexe Umbauarbeit notwendig. Die Hubwagen mit den gelagerten Waren sollen aus einer neuen Halle im südlichen Teil über eine Rampe durch die bestehende Lagerhalle oberhalb der Halle fahren, nach links abbiegen und die Lastwagen, die am neu zu schaffenden Einfahrtsbereichen warten, be- und entladen. "Das ist das Ergebnis eines Besprechungstermins mit mir und Herrn Wehr im Landratsamt", so Bürgermeister René Schlehr, der den Unternehmer als "sehr kooperativ" beschrieben hatte.

Dass die Zu- und Abfahrt nun neu geregelt werden soll, stieß im Rat auf eine allgemeine Zustimmung. Denn der bisher genutzte Zufahrtweg ist schon arg in Mitleidenschaft gezogen, und auch die Kreuzung oberhalb der neuen Zufahrt sieht nicht wirklich gesund aus. Letztlich aber stimmte das Gremium diesem neuen Plan zu unter der Bedingung, dass die Umbaumaßnahmen in spätestens drei Jahren abgeschlossen sein sollten. So lange darf der Unternehmer noch die bisherige Zufahrt über den Forst- und Landwirtschaftsweg nutzen, denn er hat sich verpflichtet, für alle dort entstanden Schäden aufzukommen. Genaueres regelt eine Nutzungsvereinbarung, die der Bürgermeister mit Anregungen aus dem Stadtrat verfeinern wird.

Aufatmen bei Feuerwehr Prichsenstadt: Motor ist günstiger als gedacht

Die Feuerwehr in Prichsenstadt dürfte aufatmen: Der Austauschmotor für ihren Transporter ist wesentlich günstiger als bislang angenommen. Anfang Juni hatte Kämmerer Marco Kölln den Rat heftig erschreckt, hatte er doch knapp 12.000 Euro für einen Austauschmotor, alternativ eine Neubeschaffung zwischen 15.000 und 20.000 Euro angesetzt.

Das Ratsgremium strich vorsorglich einige andere Ausgabekosten, etwa den Erwerb vom Bauland, um Geld für die teure Reparatur oder den Ersatz zu beschaffen. Zwischenzeitlich, so der Bürgermeister, ergab sich die Möglichkeit, dass eine Reparaturwerkstatt in Laub einen Austauschmotor für 3500 Euro einbauen könne. "Das wird zwar etwas teurer durch die Arbeitszeit, aber immer noch besser als 20.000 Euro", so der Bürgermeister.

Mitgeteilt hatte Schlehr das den Räten im neu geschaffenen Tagesordnungspunkt (TOP) "Information aus der Verwaltung", die seit Neuestem den phasenweise zeitaufwändigen TOP "Sonstiges, Wünsche, Anfragen" ersetzt. Im neuen TOP informiert Schlehr über Neuigkeiten und beantwortet die Fragen der Räte. Die dürfen auch weiterhin Fragen stellen, doch die Geschäftsordnung regelt, dass Anfragen grundsätzlich nicht diskutiert werden.

Bürgerversammlung in Kirchschönbach

Es wird die erste Bürgerversammlung sein, zu der der Bürgermeister seit Beginn der Corona-Pandemie einlädt: Um den 20. Juli herum eröffnet die Versammlung in Kirchschönbach den Reigen, Thema im Sportheim ist das Gut Kirchschönbach. Wegen eines Fußballspiels der Fußballer am 20. Juli wird der genaue Termin rechtzeitig bekanntgegeben.

In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, die Feuerwehr Stadelschwarzach erhalte für ihren Transporter einen Austauschmotor. Es handelt sich aber um die Feuerwehr Prichsenstadt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.